Eine Erzeugungsregion ist eine Region, deren landwirtschaftliche Produktion den eigenen Bedarf deutlich übersteigt und die deshalb andere Regionen dauerhaft mit Lebensmitteln oder landwirtschaftlichen Erzeugnissen versorgt.
Während jede Region zunächst ihre eigene Versorgung sicherstellt, entstehen in Erzeugungsregionen erhebliche Überschüsse. Diese werden über regionale oder internationale Kooperationen an andere Regionen weitergegeben.
Erzeugungsregionen bilden damit einen wichtigen Bestandteil resilienter Versorgungsnetzwerke.
Kennzeichnend für eine Erzeugungsregion ist ein dauerhaftes Ungleichgewicht zwischen Produktion und lokalem Verbrauch.
Ein großer Teil der erzeugten Lebensmittel verbleibt nicht in der Region, sondern wird an andere Orte geliefert.
Vereinfacht kann eine Region beispielsweise:
Die Region produziert also nicht in erster Linie für den eigenen Markt, sondern übernimmt Verantwortung für die Versorgung anderer Regionen.
Erzeugungsregionen entwickeln sich aus unterschiedlichen Gründen.
Dazu gehören beispielsweise:
Nicht jede Region kann alle Lebensmittel gleichermaßen erzeugen.
Gerade deshalb ergänzen sich unterschiedliche Regionen innerhalb eines kooperativen Versorgungsnetzwerks.
Im TEIKEI Netzwerk sind Erzeugungsregionen keine anonymen Exportgebiete.
Sie stehen in einer langfristigen Beziehung zu den Regionen, die sie versorgen.
Zwischen Erzeugungs- und Versorgungsregionen entstehen Partnerschaften, die auf Transparenz, Vertrauen und gemeinsamer Verantwortung beruhen.
Dazu gehören beispielsweise:
Dadurch wird aus einem Warenexport eine dauerhafte Kooperation zwischen Regionen.
Erzeugungsregionen und Versorgungsregionen beschreiben unterschiedliche Rollen innerhalb eines Versorgungsnetzwerks.
Eine Versorgungsregion versucht, den überwiegenden Teil ihres Lebensmittelbedarfs möglichst aus der eigenen Region zu decken. Erzeugung und Verbrauch befinden sich dabei näherungsweise im Gleichgewicht.
Eine Erzeugungsregion produziert dagegen dauerhaft deutlich mehr Lebensmittel, als sie selbst benötigt. Der überwiegende Teil der Produktion wird an andere Regionen weitergegeben.
Beide Formen ergänzen sich.
Nicht jede Region kann alles selbst erzeugen. Gleichzeitig sollte jede Region dort, wo es sinnvoll möglich ist, eigene Versorgungskapazitäten entwickeln.
Der Agora Marktplatz kann Erzeugungsregionen unter anderem unterstützen durch:
Dadurch werden Beziehungen zwischen Regionen langfristig planbar und nachvollziehbar.
Im TEIKEI Netzwerk sind Erzeugungsregionen keine isolierten Produktionsstandorte.
Sie sind Teil eines kooperativen Netzwerks gegenseitiger Versorgung.
Nicht der größtmögliche Export steht im Mittelpunkt.
Entscheidend ist der Aufbau langfristiger Beziehungen zwischen Regionen, die sich entsprechend ihrer jeweiligen Möglichkeiten gegenseitig ergänzen.
Dadurch entsteht ein resilientes Versorgungssystem, das regionale Eigenversorgung mit europa-regionaler Zusammenarbeit verbindet.
Eine Erzeugungsregion produziert dauerhaft mehr Lebensmittel, als sie selbst benötigt, und übernimmt dadurch Verantwortung für die Versorgung anderer Regionen innerhalb eines kooperativen Netzwerks.