Die FairShare-Rate ist eine Kennzahl innerhalb der FairShare-Logik.
Sie zeigt, welcher Anteil des Endpreises direkt bei Anbau und Produktion ankommt.
Je niedriger die FairShare-Rate ist, desto mehr kommt beim Hof an. Je höher die FairShare-Rate ist, desto mehr Kosten liegen zwischen Hof und Endpreis, zum Beispiel für Logistik, Verarbeitung, Verpackung, Verwaltung oder Handel.
Die FairShare-Rate berechnet sich aus:
FairShare-Rate = Endpreis ÷ Anteil für Anbau und Produktion
Beispiel:
FairShare-Rate = 12 € ÷ 6 € = 2
Ein weiteres Beispiel:
FairShare-Rate = 12 € ÷ 1 € = 12
Eine FairShare-Rate von 1 bedeutet: 100 % des Endpreises gehen direkt an Anbau und Produktion.
Der einfachste Fall wäre eine Abholung ab Feldrand: Das Lebensmittel ist geerntet, unsortiert, ungewaschen und wird ohne weiteres Verpacken, Sortieren oder Transportieren direkt von den Endverbraucher:innen übernommen.
Eine hohe FairShare-Rate zeigt, dass zwischen Anbau und Endpreis viele weitere Kosten liegen.
Eine FairShare-Rate von etwa 12 kann zum Beispiel für ein klassisches Supermarkt-System stehen: Das Produkt ist nahezu jederzeit verfügbar und wird durch einen großen Logistik-, Verwaltungs-, Verpackungs- und Handelsapparat getragen.
Die FairShare-Rate macht sichtbar, ob ein Versorgungssystem die Höfe stärker oder schwächer trägt.
Sie hilft, Lieferwege, Versorgungsmodelle und Entscheidungen miteinander zu vergleichen.