Diese Charta richtet sich an Logistikpartner:innen im TEIKEI-Netzwerk.
Logistikpartner:innen übernehmen Verantwortung dafür, dass Produkte, Informationen und Übergaben zwischen Höfen, Lagern, Verteilung und Gemeinschaften verlässlich und nachvollziehbar in Bewegung bleiben.
Diese Charta konkretisiert die übergeordnete Charta für Akteure im TEIKEI-Netzwerk für die Rolle der Logistikpartner:innen.
Sie beschreibt nicht nur technische Abläufe, sondern auch die Werte, nach denen Logistik im TEIKEI-Netzwerk gestaltet werden soll.
TEIKEI-Logistik soll Versorgung ermöglichen, ohne Herkunft, Verantwortung und ökologische Folgen aus dem Blick zu verlieren.
Diese Charta steht nicht für sich allein.
Sie basiert auf dem TEIKEI Manifest 2030 und auf den zehn TEIKEI-Prinzipien.
Das TEIKEI Manifest 2030 beschreibt die langfristige Ausrichtung des Netzwerks. Dazu gehören insbesondere:
Die zehn TEIKEI-Prinzipien bilden das gemeinsame Fundament für Zusammenarbeit, Versorgung und Entwicklung im gesamten Netzwerk. Dazu gehören:
Diese Charta übersetzt diese gemeinsame Grundlage in die konkrete Praxis der jeweiligen Rolle im Netzwerk.
Das bedeutet:
Die hier beschriebenen Strukturen, Entscheidungen und Prozesse dürfen nicht losgelöst von den ökologischen, sozialen und gemeinschaftlichen Zielen des TEIKEI-Manifests und nicht losgelöst von den zehn TEIKEI-Prinzipien gedacht oder umgesetzt werden.
Auch dort, wo eine Rolle nicht unmittelbar in der landwirtschaftlichen Produktion verortet ist, bleibt sie Teil eines Systems, das auf ökologischer Verantwortung, regenerativen Praktiken und gemeinschaftlich getragener Versorgung aufbaut.
Daraus ergibt sich:
Die in dieser Charta beschriebenen Rollen, Aufgaben und Haltungen lassen sich nur im Zusammenhang mit dieser gemeinsamen Grundlage vollständig verstehen.
Daher gilt:
Das TEIKEI Manifest 2030 und die zehn TEIKEI-Prinzipien sind kein optionaler Hintergrund, sondern eine gemeinsame Grundlage, die von allen Beteiligten gelesen, verstanden und in der Praxis mitgetragen wird.
Logistikpartner:innen sind nicht bloß ausführende Dienstleistende.
Sie sind ein integraler Bestandteil der gemeinschaftlich getragenen Versorgung und tragen wesentlich dazu bei, dass die Verbindung zwischen Produktion, Lagerung, Verteilung und Gemeinschaft praktisch gelingt.
Ihre Arbeit verbindet:
Logistikpartner:innen tragen damit nicht nur Produkte.
Sie tragen mit, dass Versorgung verlässlich, nachvollziehbar und gemeinschaftlich möglich wird.
Logistik im TEIKEI-Netzwerk folgt nicht allein dem Ziel, Waren möglichst schnell oder möglichst billig zu bewegen.
Sie soll so gestaltet werden, dass sie mit den ökologischen, sozialen und gemeinschaftlichen Grundlagen von TEIKEI vereinbar ist.
Dazu gehören:
Logistik soll nicht entkoppeln.
Sie soll verbinden.
TEIKEI verzichtet ausdrücklich auf Luftfracht.
Luftfracht ist mit den ökologischen und gemeinschaftlichen Zielen des TEIKEI-Netzwerks nicht vereinbar.
Sie wird im TEIKEI-Netzwerk nicht als regulärer Transportweg umgesetzt, geplant oder beworben.
Das gilt insbesondere für Lebensmitteltransporte, bei denen Geschwindigkeit nicht dazu führen darf, ökologische Verantwortung, Transparenz oder die Beziehung zwischen Herkunft und Mitgliedern zu unterlaufen.
Für Logistikpartner:innen bedeutet das:
TEIKEI distanziert sich von einer Logistiklogik, die Frische, Verfügbarkeit oder Geschwindigkeit über ökologische Verantwortung stellt.
TEIKEI-Logistik soll dort, wo es möglich und realistisch ist, Wege aus fossiler Abhängigkeit aufbauen.
Das bedeutet nicht, dass alle Transportwege sofort fossilfrei sind.
Es bedeutet, dass logistische Entscheidungen an einer klaren Entwicklungsrichtung ausgerichtet werden.
TEIKEI sucht und stärkt Wege, die:
Wo bestehende Transportwege noch nicht ideal sind, sollen sie transparent benannt und schrittweise weiterentwickelt werden.
Der Anspruch ist nicht perfekte Darstellung.
Der Anspruch ist ehrliche Entwicklung.
Zur Rolle von Logistikpartner:innen gehört:
Logistische Arbeit soll nicht unsichtbar bleiben.
Darum ist wichtig:
Transparenz bedeutet auch, dass problematische oder nicht passende Transportformen nicht beschönigt werden.
Logistische Entscheidungen wirken auf das Gesamtsystem zurück.
Darum gilt:
TEIKEI arbeitet in realen Versorgungszusammenhängen.
Nicht jeder Transportweg ist sofort so, wie er langfristig sein soll.
Deshalb braucht es Ehrlichkeit.
Wenn bestehende Wege noch fossile Abhängigkeiten enthalten, sollen sie nicht verschwiegen werden.
Wenn bessere Wege noch nicht verfügbar sind, sollen sie nicht erfunden werden.
Wenn ein Transportweg geplant, aber noch nicht umgesetzt ist, wird er als geplant markiert.
Wenn ein Transportweg nicht zu den TEIKEI-Werten passt, wird er nicht als TEIKEI-Weg dargestellt.
So bleibt Entwicklung glaubwürdig.
Ziel dieser Charta ist es, Logistikpartner:innen als tragenden und verantwortlichen Teil der TEIKEI-Versorgungsstruktur sichtbar zu machen.
Sie schafft Orientierung dafür, wie Logistik so gestaltet werden kann, dass sie verlässlich, transparent, nachvollziehbar, ökologisch verantwortbar und gemeinschaftsdienlich bleibt.
Diese Charta macht zugleich deutlich:
TEIKEI-Logistik dient nicht bloß der Bewegung von Produkten.
Sie dient dem Aufbau tragfähiger Versorgungsbeziehungen.
Mit der Unterzeichnung dieser Charta bestätigt die unterzeichnende Person, dass diese Charta gelesen, verstanden und in der praktischen Umsetzung mitgetragen wird.
Die Unterschrift bringt die Bereitschaft zum Ausdruck, im TEIKEI-Netzwerk im Einklang mit den hier beschriebenen Prinzipien, Verantwortlichkeiten und Formen der Zusammenarbeit zu handeln und diese Praxis gemeinsam mit den anderen Beteiligten im Netzwerk weiterzuentwickeln.
Insbesondere bestätigt die unterzeichnende Person, dass Luftfracht im Rahmen der TEIKEI-Zusammenarbeit nicht als Transportweg umgesetzt, geplant oder dargestellt wird.
Diese Bestätigung ersetzt keine weiterführenden Vereinbarungen, sofern diese erforderlich sind, dokumentiert jedoch die gemeinsame Verpflichtung zu dieser Charta als verbindliche Grundlage der Zusammenarbeit.
Name des Logistikpartners:
Name der verantwortlichen Person:
Rolle / Funktion:
Ort:
Datum:
Unterschrift:
Falls relevant, können zusätzliche Vereinbarungen, Rollenbeschreibungen oder operative Absprachen separat dokumentiert und dieser Charta beigefügt werden.
Zukünftige Anpassungen dieser Charta sollten transparent erfolgen und – soweit möglich – im Dialog mit den betroffenen Beteiligten im Netzwerk vorgenommen werden.
Dabei bleibt verbindlich: