Diese Charta richtet sich an Menschen, die Teil einer TEIKEI-Gemeinschaft sind oder Teil davon werden möchten.
Sie beschreibt das gemeinsame Grundverständnis für die TEIKEI-Gemeinschaft als Kreis von Menschen, die Versorgung nicht bloß empfangen, sondern als gemeinschaftliche Aufgabe mittragen.
Diese Charta konkretisiert die übergeordnete Charta für TEIKEI Gemeinschaften für den Blick auf die Gemeinschaft selbst.
Diese Charta steht nicht für sich allein.
Sie basiert auf dem TEIKEI Manifest 2030 und auf den zehn TEIKEI-Prinzipien.
Das TEIKEI Manifest 2030 beschreibt die langfristige Ausrichtung des Netzwerks. Dazu gehören insbesondere:
Die zehn TEIKEI-Prinzipien bilden das gemeinsame Fundament für Zusammenarbeit, Versorgung und Entwicklung im gesamten Netzwerk. Dazu gehören:
Diese Charta übersetzt diese gemeinsame Grundlage in die konkrete Praxis der jeweiligen Rolle im Netzwerk.
Das bedeutet:
Die hier beschriebenen Strukturen, Entscheidungen und Prozesse dürfen nicht losgelöst von den ökologischen, sozialen und gemeinschaftlichen Zielen des TEIKEI-Manifests und nicht losgelöst von den zehn TEIKEI-Prinzipien gedacht oder umgesetzt werden.
Auch dort, wo eine Rolle nicht unmittelbar in der landwirtschaftlichen Produktion verortet ist, bleibt sie Teil eines Systems, das auf ökologischer Verantwortung, regenerativen Praktiken und gemeinschaftlich getragener Versorgung aufbaut.
Daraus ergibt sich:
Die in dieser Charta beschriebenen Rollen, Aufgaben und Haltungen lassen sich nur im Zusammenhang mit dieser gemeinsamen Grundlage vollständig verstehen.
Daher gilt:
Das TEIKEI Manifest 2030 und die zehn TEIKEI-Prinzipien sind kein optionaler Hintergrund, sondern eine gemeinsame Grundlage, die von allen Beteiligten gelesen, verstanden und in der Praxis mitgetragen wird.
Die TEIKEI-Gemeinschaft ist nicht bloß eine Ansammlung einzelner Bestellender.
Sie ist ein sozialer Zusammenhang, der eine gemeinschaftlich getragene Versorgung ermöglicht und trägt.
Das bedeutet:
Zur Rolle der TEIKEI-Gemeinschaft gehört:
Die Gemeinschaft trägt die Struktur nicht nur durch Nachfrage, sondern durch Mitverantwortung.
TEIKEI versteht Versorgung als Beziehungsraum.
Darum geht es nicht nur darum, Produkte zu erhalten, sondern Teil eines Zusammenhangs zu sein, in dem Menschen, Höfe, Organisator:innen, Logistik und weitere Beteiligte in gegenseitiger Verantwortung miteinander verbunden sind.
Diese Beziehung lebt davon, dass Menschen nicht nur empfangen, sondern auch wahrnehmen, rückmelden und mittragen.
Die TEIKEI-Gemeinschaft trägt Mitverantwortung für die Kultur, in der Versorgung stattfindet.
Dazu gehört:
Ziel dieser Charta ist es, die TEIKEI-Gemeinschaft als tragenden sozialen Raum einer gemeinschaftlich getragenen Versorgung sichtbar zu machen.
Sie schafft Orientierung dafür, wie Menschen ihre Rolle nicht als reine Teilnahme, sondern als lebendige Mitverantwortung verstehen können.
Mit der Unterzeichnung dieser Charta bestätigt die unterzeichnende Person, dass diese Charta gelesen, verstanden und in der praktischen Umsetzung mitgetragen wird.
Die Unterschrift bringt die Bereitschaft zum Ausdruck, im TEIKEI-Netzwerk im Einklang mit den hier beschriebenen Prinzipien, Verantwortlichkeiten und Formen der Zusammenarbeit zu handeln und diese Praxis gemeinsam mit den anderen Beteiligten im Netzwerk weiterzuentwickeln.
Diese Bestätigung ersetzt keine weiterführenden Vereinbarungen, sofern diese erforderlich sind, dokumentiert jedoch die gemeinsame Verpflichtung zu dieser Charta als verbindliche Grundlage der Zusammenarbeit.
Name der Gemeinschaft:
Name der verantwortlichen Person:
Rolle / Funktion:
Ort:
Datum:
Unterschrift:
Falls relevant, können zusätzliche Vereinbarungen, Rollenbeschreibungen oder operative Absprachen separat dokumentiert und dieser Charta beigefügt werden.
Zukünftige Anpassungen dieser Charta sollten transparent erfolgen und – soweit möglich – im Dialog mit den betroffenen Beteiligten im Netzwerk vorgenommen werden.