In der konventionellen Wirtschaft werden Preise oft entweder anonym am Markt „gebildet“ oder einseitig von Anbieter:innen oder Plattformen festgelegt. Dieses Prinzip durchbricht diese Logik und lädt dazu ein, Preisgestaltung als Beziehungsarbeit zu begreifen.
Der Preis wird im TEIKEI-Kontext nicht als Ergebnis von Angebot und Nachfrage verstanden, sondern als gemeinsamer Ausdruck von Bedürfnis, Wertschätzung und Verantwortung. Produzierende und Gemeinschaften begegnen sich auf Augenhöhe und verhandeln auf der Grundlage von Transparenz, Vertrauen und langfristiger Zusammenarbeit.
TEIKEI-Projekte legen großen Wert darauf, dass Produzierende offenlegen, welche Kosten tatsächlich anfallen – und welche Bedürfnisse im Raum stehen (z. B. Lebensunterhalt, Investitionen, Risikoausgleich).
Gleichzeitig bringen Mitglieder ihre eigene Perspektive ein: Was können sie beitragen? Wie viel ist ihnen das Produkt oder die Beziehung wert? Daraus entsteht kein „Kompromiss“, sondern ein lebendiger Dialog.
Beispiele aus der Praxis:
Dieses Prinzip lädt Dich ein, folgende Fragen zu bewegen:
Die Preisgestaltung ist im TEIKEI-Kontext kein technischer Akt, sondern ein kultureller. Sie verlangt Zuhören, Mitfühlen und manchmal auch Mut, eine höhere Verantwortung zu tragen.
Das Prinzip des gegenseitigen Entgegenkommens kann in vielen Bereichen angewendet werden: Honorare in Bildungsarbeit, Beiträge in sozialen Organisationen, Gehälter in kooperativen Unternehmen.
Es lädt dazu ein, Wirtschaft als Verabredung zu begreifen – nicht als Marktmechanismus. Und es erinnert uns daran, dass echte Fairness nur entstehen kann, wenn alle Perspektiven gehört und ernst genommen werden.