Das Preismodul ist ein zentrales Element der TEIKEI Agora 3.0.
Es sorgt dafür, dass Preise nicht nur als Endbetrag erscheinen, sondern als nachvollziehbare Zusammensetzung entlang der Lieferkette sichtbar werden.
So entsteht eine Preislogik, die nicht verschleiert, sondern offenlegt.
Im TEIKEI-System entsteht ein modulares Werkzeug, mit dem Preisbestandteile pro Produkt transparent dargestellt werden können. Mitglieder sollen nachvollziehen können, welche Anteile in einen Preis einfließen – von der Ernte bis zur Auslieferung.
Das Modul ist so aufgebaut, dass einzelne Kostenpositionen flexibel erfasst, gespeichert und kombiniert werden können. Diese Bestandteile können pro Kilogramm oder als Anteil eingegeben werden.
Das Ziel des Preismoduls ist nicht nur technische Berechnung.
Es schafft eine neue Qualität von Transparenz:
Die Preislogik wird damit Teil der Beziehung zwischen Erzeugung, Verarbeitung, Logistik und Mitgliedschaft.
Die bestehende Entwicklungslogik nennt unter anderem folgende Preisbestandteile:
Diese Elemente sind bereits als Bausteine des Moduls beschrieben.
Das Modul ist bewusst modular gedacht.
Das bedeutet:
Nicht jedes Produkt braucht exakt dieselbe Kostenstruktur.
Je nach Produkt, Lieferkette und Region können unterschiedliche Bausteine ein- oder ausgeblendet, gepflegt und kombiniert werden. Die Testversion zeigt bereits, dass einzelne Kostenpositionen modular eingegeben, gespeichert und zusammengesetzt werden können.
Dadurch ist das System offen für unterschiedliche Produktgruppen und kann langfristig auch komplexere Zusammenstellungen abbilden.
Langfristig soll das Preismodul direkt in die TEIKEI Agora eingebunden werden. Im Entwicklungsstand ist bereits vorgesehen, dass auch Erzeuger:innen Daten eingeben können, zum Beispiel über eine eigene App oder innerhalb der Agora selbst.
Damit wird Preis nicht nur intern berechnet, sondern Teil der sichtbaren Plattformlogik.
Ein wichtiger Teil des Moduls ist die Möglichkeit, Beiträge zu einem Solidaritätsfonds sichtbar zu machen. In der Entwicklungsbeschreibung wird dieser Bereich ausdrücklich als Beitrag zum Solidaritätsfonds beziehungsweise „honeypot“ bei Ernteausfällen genannt.
Dadurch wird deutlich:
Preis ist nicht nur Kostenweitergabe,
sondern kann auch gemeinschaftlich getragene Vorsorge enthalten.
Die langfristige Zielrichtung ist eine nachhaltige, faire und nachvollziehbare Preisgestaltung entlang der gesamten Lieferkette. Zudem ist vorgesehen, dass das System künftig auch für gemischte Obst- und Gemüsekisten automatisiert funktionieren kann und die Daten jährlich gepflegt werden.
Das Preismodul ist damit mehr als eine Rechenhilfe.
Es ist ein Werkzeug für transparente Wirtschaftsbeziehungen innerhalb der TEIKEI Agora 3.0.
