Cyclos ist eine Zahlungs- und Transaktionssoftware, die es ermöglicht, lokale, regionale und gemeinschaftliche Währungen abzubilden, zu verwalten und miteinander zu verbinden. Im TEIKEI-Kontext kann sie als Infrastruktur dienen, um Ernteanteile, Mitgliedschaften und Verrechnungslogiken unabhängig vom klassischen Marktpreis darzustellen.
Cyclos ist eine Software für:
Die Software wird weltweit für Banken, Barter-Systeme, soziale Währungen, lokale Währungen und innovative Zahlungssysteme eingesetzt.
Sie ist damit keine kleine Nischenlösung, sondern eine erprobte Infrastruktur für alternative Wirtschaftsformen.
Zum besseren Verständnis können folgende Plattformen und Informationsseiten angeschaut werden:
Diese Beispiele zeigen, wie Gemeinschaften, lokale Gruppen und Tauschsysteme über digitale Konten, interne Währungen, Marktplätze und Kommunikation miteinander verbunden werden können.
Die eigentliche Stärke von Cyclos liegt nicht im Marktplatz oder in der Kommunikation, sondern in der Transaktionslogik.
Das bedeutet:
Koen beschreibt Cyclos deshalb vor allem als Transaktionssoftware. Alles rund um Konten, Regeln und Währungen gehört in diesen Bereich.
Cyclos kann genutzt werden, um verschiedene eigene Währungen abzubilden:
Währungen können:
Jede Person oder Organisation kann ein eigenes Konto haben.
Dazu gehören:
So wird sichtbar, wie Werte innerhalb einer Gemeinschaft fließen.
Cyclos bietet auch einfache Marktplatzfunktionen.
Dazu gehören:
Wichtig ist:
Der Marktplatz ist nicht die Hauptstärke von Cyclos, sondern eine Ergänzung.
Für TEIKEI bleibt die Agora der zentrale Ort für Ernteanteile, Angebotslogik, Bestellungen und Kooperationsstruktur.
Cyclos kann auch Kommunikation unterstützen.
Möglich sind zum Beispiel:
Das kann für TEIKEI interessant sein, weil Abholorte und Organisator:innen gezielt mit Mitgliedern kommunizieren müssen.
Beispiele:
Die Kommunikation ist funktional, aber nicht die stärkste Seite von Cyclos. Die Hauptstärke bleibt die Transaktions- und Währungslogik.
Cyclos kann über Schnittstellen mit bestehenden Systemen verbunden werden.
Für TEIKEI gibt es grundsätzlich zwei Wege:
Die erste Variante ist schneller und günstiger.
Die zweite Variante ist stärker integriert, aber technisch aufwendiger.
Cyclos wird bereits in verschiedenen Zusammenhängen genutzt:
Ein sichtbares Beispiel ist LETS Vlaanderen. Dort sind verschiedene LETS-Gruppen mit unterschiedlichen lokalen Gemeinschaften aufgeführt. Einige Gruppen arbeiten mit Cyclos.
Die LETS Vlaanderen App zeigt, wie Nachbarschaftshilfe, Zeitgutschriften und Austausch über eine App organisiert werden können.
Das zeigt:
Cyclos passt besonders gut zu drei zentralen TEIKEI-Themen.
Produkte werden nicht mehr direkt mit Supermarktpreisen verglichen.
Stattdessen entstehen:
Eine Paprika aus einer lokalen Hofstruktur muss dann nicht direkt neben einer Supermarkt-Paprika in Euro erscheinen.
Sie kann innerhalb der Hofwährung oder regionalen Währung bewertet werden.
Eigene Währungen können lokale Strukturen schützen.
Sie verhindern, dass alles sofort mit dem Marktpreis verglichen wird.
Dadurch entsteht Raum für:
Die Währung schützt also nicht nur ein Produkt.
Sie schützt die Struktur, aus der dieses Produkt entsteht.
Cyclos könnte helfen, verschiedene Ebenen miteinander zu verbinden:
So könnte ein Produkt auf mehreren Ebenen verständlich gemacht werden.
Beispiel:
Ein Liter Olivenöl wird europa-regional in Euro abgerechnet.
Innerhalb einer lokalen Gemeinschaft kann dieser Wert aber in eine eigene Währung übertragen werden.
So bleibt die rechtliche Abrechnung möglich, ohne dass die lokale Logik verloren geht.
Trotz der Möglichkeiten bleiben wichtige Fragen offen:
Diese Fragen müssen vor einer Umsetzung sorgfältig geprüft werden.
Cyclos ist technisch modular aufgebaut und kann angepasst werden.
Wichtige Punkte:
Für TEIKEI ist besonders wichtig:
Cyclos muss nicht die Agora ersetzen.
Cyclos kann als Infrastruktur unterhalb oder neben der Agora dienen.
Die Agora bleibt der Ort für:
Cyclos kann ergänzen:
Im Gespräch wurde deutlich:
Eine einfache Nutzung vorhandener Cyclos-Strukturen ist deutlich günstiger als eine tiefe Integration in die bestehende Agora.
Grundsätzlich gibt es drei Ebenen:
Je stärker die Integration in die TEIKEI Agora sein soll, desto mehr Entwicklungsaufwand entsteht.