Wer einen Abholort mitträgt oder eine Bestellgemeinschaft mit organisiert, übernimmt eine wichtige Aufgabe im TEIKEI-Netzwerk. Diese Aufgabe soll sichtbar sein und anerkannt werden.
Deshalb gibt es bei TEIKEI Gutschriften für Organisator:innen.
Dabei folgt TEIKEI nicht einfach der üblichen Logik: hoher Warenwert gleich hoher Anteil. Stattdessen schauen wir darauf, was vor Ort tatsächlich getragen, bewegt, koordiniert und ermöglicht wird.
Die Gutschrift ist kein klassischer Verkaufsaufschlag.
Sie ist ein Ausdruck dafür, dass Organisation Arbeit ist. Menschen halten einen Ort offen, sind ansprechbar, koordinieren Lieferungen, begleiten Mitglieder, bewegen Kisten, schaffen Ordnung und sorgen dafür, dass die Ausgabe verlässlich gelingt.
Genau dieser konkrete Beitrag soll in der Berechnung sichtbar werden.
Auf den ersten Blick könnte man denken: Wenn in einer Kiste teurere Produkte liegen, müsste auch die Gutschrift höher sein.
Für die praktische Arbeit vor Ort stimmt das aber oft nicht.
Ob eine Kiste einen höheren oder niedrigeren Warenwert hat, verändert die organisatorische Aufgabe meist nur wenig. Die Kiste muss trotzdem angenommen, bewegt, gelagert, zugeordnet und ausgegeben werden. Der Wert des Inhalts allein sagt also noch nicht viel darüber aus, wie viel Aufwand vor Ort tatsächlich entsteht.
Darum orientiert sich TEIKEI nicht in erster Linie am Preis der Ware, sondern an den realen Bedingungen der Organisation.
Entscheidend ist, was vor Ort wirklich anfällt.
Dazu gehören zum Beispiel:
Diese Dinge haben einen direkten Einfluss auf den Alltag von Organisator:innen. Deshalb bilden sie die stimmigere Grundlage für Gutschriften.
TEIKEI versucht, Versorgung nicht nach der Logik von Risikoabwälzung zu organisieren.
Das bedeutet: Verantwortung wird nicht einfach an die nächste Stelle weitergereicht. Stattdessen wird sie bewusst gemeinsam getragen und durch gute Planung, verlässliche Absprachen und klare Koordination so weit wie möglich entlastet.
Auch deshalb wäre es zu kurz gegriffen, Gutschriften einfach wie eine prozentuale Handelsmarge zu behandeln. TEIKEI folgt hier einem anderen Verständnis: Nicht der Preis der Ware steht im Mittelpunkt, sondern das Zusammenspiel von Beitrag, Verantwortung und praktischer Arbeit.
Diese Form der Berechnung schafft mehr Klarheit.
Sie macht sichtbar, dass Organisator:innen nicht deshalb mehr tragen, weil ein Produkt teurer ist, sondern weil vor Ort echte Arbeit entsteht. Gleichzeitig hilft sie dabei, Missverständnisse zu vermeiden, die entstehen können, wenn Warenwert und Organisationsaufwand miteinander verwechselt werden.
So wird die Gutschrift zu dem, was sie sein soll: ein nachvollziehbarer Ausgleich für einen konkreten Beitrag im Netzwerk.
In der Praxis zeigt sich immer wieder, dass Kisten mit unterschiedlichem Inhalt sehr verschiedene Warenwerte haben können, obwohl der Aufwand bei Annahme, Lagerung und Ausgabe ähnlich bleibt.
Genau daran wird sichtbar, warum eine reine Orientierung am Warenwert nicht ausreicht. Für Organisator:innen ist oft viel entscheidender, wie viele Einheiten bewegt werden und wie aufwendig ihr Handling vor Ort ist.
Gutschriften für Organisator:innen sollen bei TEIKEI nicht einfach einem Marktwert folgen.
Sie sollen den realen Beitrag vor Ort abbilden.
Darum orientiert sich die Berechnung nicht bloß daran, was in einer Kiste steckt, sondern daran, was Menschen konkret tragen, koordinieren und ermöglichen. Auf diese Weise entsteht eine Form der Anerkennung, die besser zu einer gemeinschaftlich getragenen Versorgung passt.