Dieser Beitrag erklärt kurz, warum es im Erntezyklus 2025/26 zu besonderen Situationen bei Logistik, Abrechnung und Kommunikation gekommen ist.
Er dient der Einordnung.
TEIKEI plant Ernte, Bedarf, Logistik und Verteilung in Monats- und Jahreszyklen. Grundlage sind fortlaufende Ernteanteile, neue Bestellungen und ein Lieferplan mit mindestens zwölf Monaten Planungshorizont.
Vor dem Konflikt befand sich TEIKEI im dritten Jahreszyklus eines bereits eingespielten Systems. Es gab stabile Mengen, funktionierende Sammel-, Pack- und Lieferstrukturen sowie kalkulierbare Abläufe.
Im November 2025 kündigte Gebana an, dass das gemeinsam genutzte Sammel- und Packlager in Nafplio nicht mehr parallel für TEIKEI genutzt werden dürfe.
Diese Entscheidung traf TEIKEI unerwartet und unterbrach eine über Jahre gewachsene Logistikstruktur. Die bisherige Infrastruktur war gemeinsam mit dem Packhaus aufgebaut, abgestimmt und in der Agora abgebildet worden.
Damit stellte sich kurzfristig die grundlegende Frage, wie TEIKEI weiterliefern kann, ohne die Versorgung der Gemeinschaften abrupt abzubrechen.
Unter dieser Unsicherheit entschied TEIKEI, zunächst weiter auszuliefern und erst dann abzurechnen, wenn Lieferungen bestätigt und die neue Situation besser einschätzbar war.
Deshalb wurden automatisierte Rechnungsprozesse vorübergehend ausgesetzt und in einen verlängerten Abrechnungszyklus überführt.
Das führte zu Irritationen, war jedoch eine bewusste Abwägung, um faire und nachvollziehbare Abrechnungen sicherzustellen.
Der Infrastrukturkonflikt machte kurzfristig einen Notfallplan notwendig.
TEIKEI musste im laufenden Betrieb neue Wege für Sammeln, Packen, Transport und Verteilung finden. Das führte zu hoher Belastung im Team, höheren Kosten und vorübergehend weniger stabilen Abläufen.
Ein sofortiger Stopp wäre organisatorisch klarer gewesen, hätte aber das Netzwerk und die laufende Versorgung abrupt unterbrochen.
Die Notfalllogistik unterscheidet sich deutlich von der bisherigen Struktur:
Diese Kosten waren in der ursprünglichen Kalkulation nicht enthalten. Dadurch entsteht derzeit bei ausgelieferten Kisten ein finanzielles Minus.
TEIKEI liefert weiter, weil Verantwortung gegenüber den Höfen, den Ernten, den Gemeinschaften und der gemeinsamen Aufbauarbeit besteht.
Gleichzeitig ist klar:
Der Notfallbetrieb ist kein Dauerzustand.
TEIKEI arbeitet daran, die Ereignisse rund um den Infrastrukturkonflikt aufzuarbeiten. Auslöser war die Zusammenarbeit mit Gebana; TEIKEI ist dazu weiterhin im Gespräch.
Im Kern geht es um die Frage, wie gemeinschaftlich genutzte Infrastruktur künftig so gestaltet werden kann, dass sie Kooperation ermöglicht und nicht zu Abhängigkeiten führt.
Der Konflikt richtet sich nicht gegen die Höfe, ihre Produkte oder deren Qualität.
Betroffen ist vor allem die Infrastruktur: Sammelstellen, Packlogik, Software, Transport und Verteilung.
Aus heutiger Sicht ist nicht erkennbar, dass der Konflikt den Höfen strukturell schadet. Er zeigt vielmehr, warum unabhängige, gemeinschaftlich getragene Versorgungsstrukturen notwendig sind.
Der Notfallplan ist weiterhin aktiv. Der reguläre Betrieb ist noch nicht vollständig wiederhergestellt.
Der Fokus liegt auf Stabilisierung, Klärung und dem Fortbestehen von TEIKEI. Die Versorgung der Gemeinschaften wird so verantwortungsvoll und verlässlich wie möglich aufrechterhalten.