„Was wäre, wenn wir unseren wirtschaftlichen Erfolg daran messen, ob das Wasser in unseren Flüssen trinkbar ist, Artenvielfalt in die Landschaft zurückkehrt und lokale Grundnahrungsmittel Höfe wie Gemeinschaften tragen?“
— Leitfrage für den TEIKEI Fond
Der TEIKEI Fond schafft einen finanziellen Boden für solidarische Grundnahrungsmittelversorgung in Europa.
Im ersten Schritt ermöglicht er den Aufbau der TEIKEI Agora als gemeinnützige Träger- und Arbeitsstruktur.
Diese Struktur kann Wissen sammeln, Menschen für die gemeinnützige Arbeit beauftragen oder beschäftigen, Werkzeuge entwickeln, Lernräume organisieren, Transformationsprozesse begleiten und europäische Kooperation langfristig tragen.
Der TEIKEI Fond finanziert zweckgebunden den Aufbau der TEIKEI Agora.
Die TEIKEI Agora ist die gemeinnützige Träger- und Arbeitsstruktur, die Menschen für die gemeinnützige Arbeit beauftragen oder beschäftigen, Wissen dokumentieren, Werkzeuge entwickeln, Prozesse moderieren und Ergebnisse für andere Regionen verfügbar machen kann.
Der TEIKEI Fond finanziert gemeinnützige Infrastruktur für solidarische Grundnahrungsmittelversorgung – aus Schweizer Verantwortung und europäischer Zusammenarbeit heraus.
Im ersten Schritt ermöglicht er den Aufbau der TEIKEI Agora als gemeinnützige Träger- und Arbeitsstruktur.
Der Fonds stellt dafür zweckgebundene Mittel bereit.
Die TEIKEI Agora setzt die gemeinnützige Arbeit um. Sie kann Menschen für diese Arbeit beauftragen oder beschäftigen, Aufgaben koordinieren, Entwickler:innen beauftragen, Bildungsformate organisieren, Wissen dokumentieren, Transformationsprozesse begleiten, digitale Werkzeuge entwickeln und europäische Vernetzung langfristig tragen.
Damit übernimmt die TEIKEI Agora die operative gemeinnützige Arbeit: Gemeinschaftsaufbau, Wissensarbeit, Standards, Dokumentation, Koordination, Akademie, Lernräume, Transformationsleitfäden, Moderation und übertragbare Werkzeuge für solidarische Grundnahrungsmittelversorgung.
Die TEIKEI Agora dokumentiert die Mittelverwendung und macht die Ergebnisse für Höfe, Regionen, Gemeinschaften, Organisationen, Bildungsorte, Städte und Unternehmen nutzbar.
Dabei geht es sowohl um regionale Versorgung als auch um verantwortliche Verbindungen zwischen Regionen, wenn bestimmte Grundnahrungsmittel nicht überall lokal entstehen können.
Erfahrungen aus der Praxis werden gesammelt, geordnet, dokumentiert und als übertragbares Wissen verfügbar gemacht.
So wird der TEIKEI Fond zu einem Ermöglichungsraum für den Aufbau einer gemeinnützigen Arbeitsstruktur, die solidarische Grundnahrungsmittelversorgung praktisch weiterentwickelt.
Seit 2014 sind im TEIKEI-Umfeld konkrete Erfahrungen mit gemeinschaftlich getragener Lebensmittelversorgung entstanden.
Diese Erfahrungen betreffen Ernteanteile, FairShare, Rückverfolgbarkeit, Gemeinschaftsaufbau, regionale Bündelung, europa-regionale Ergänzung, Logistik, Qualitätsverantwortung und die Zusammenarbeit zwischen Höfen, Gemeinschaften, Unternehmen, Logistik, Bildungsorten und Regionen.
Bisher fehlt dafür eine eigenständige gemeinnützige Träger- und Arbeitsstruktur, die diese Erfahrungen dauerhaft halten, ordnen, dokumentieren und für andere verfügbar machen kann.
Der TEIKEI Fond soll im ersten Schritt den Aufbau dieser Struktur ermöglichen: der TEIKEI Agora.
Die TEIKEI Agora übernimmt die gemeinnützige Arbeit: Bildung, Standards, Moderation, Vernetzung, Lernräume, Transformationsleitfäden, Trägerschaftsaufbau und übertragbare Werkzeuge für solidarische Grundnahrungsmittelversorgung.
Damit entsteht eine Struktur, in der Menschen arbeiten, Verantwortung übernehmen und Entwicklungen umsetzen können, die bisher aus der Praxis heraus entstanden sind, aber noch keine eigenständige gemeinnützige Form haben.
Ziel dieser Förderphase ist es, den TEIKEI Fond als zweckgebundene gemeinnützige Finanzierungsstruktur aufzubauen und damit die TEIKEI Agora als gemeinnützige Träger- und Arbeitsstruktur zu ermöglichen.
Der Fonds schafft die finanzielle Grundlage.
Die TEIKEI Agora schafft die operative gemeinnützige Arbeitsfähigkeit.
Sie kann Menschen für die gemeinnützige Arbeit beauftragen oder beschäftigen, Aufgaben koordinieren, Wissen dokumentieren, digitale Werkzeuge entwickeln, Bildungsformate organisieren, Transformationsprozesse begleiten und europäische Kooperation langfristig tragen.
Damit entsteht eine Struktur, die solidarische Prinzipien in der Lebensmittelversorgung praktisch weiterentwickelt, Wissen zugänglich macht und Kooperation zwischen Regionen, Höfen, Gemeinschaften, Städten, Unternehmen, Logistik, Bildungsorten und Organisationen stärkt.
Im Mittelpunkt stehen zunächst vier Arbeitsfelder:
Ein wichtiger Baustein kann der Aufbau von Chapter 100 sein: eine Sammlung bewährter Praktiken aus unterschiedlichen Bereichen der Lebensmittelsysteme.
Chapter 100 kann sichtbar machen, welche Ansätze bereits funktionieren, welche Strukturen übertragbar sind und wie Projekte voneinander lernen können.
Leitsatz: Es muss bequem sein.
Gemeinschaftlich organisierte Grundnahrungsmittelversorgung soll so zugänglich werden, dass Menschen einfach teilnehmen, Höfe verlässlich planen, Regionen Verantwortung übernehmen und Initiativen ohne unnötige Komplexität zusammenarbeiten können.
Gefördert werden soll der Aufbau der TEIKEI Agora als gemeinnützige Träger- und Arbeitsstruktur für solidarische Grundnahrungsmittelversorgung.
Diese Struktur schafft die Voraussetzung dafür, dass gemeinnützige Arbeit verlässlich umgesetzt, dokumentiert, koordiniert und für andere verfügbar gemacht werden kann.
Der TEIKEI Fond ermöglicht dafür Personalstellen, Aufträge, Koordination, Dokumentation, digitale Entwicklung, Bildungsformate, Moderation und den Aufbau gemeinsamer Arbeitsgrundlagen.
Im Zentrum stehen:
Die geförderten Arbeiten schaffen Grundlagen, die über einzelne Orte und Projekte hinaus wirksam werden.
Sie machen Erfahrungen sichtbar, bereiten Wissen auf, stärken Kooperation und helfen dabei, solidarische Grundnahrungsmittelversorgung nachvollziehbar, lernfähig und gemeinschaftlich tragfähig weiterzuentwickeln.
Der TEIKEI Fond knüpft an eine breitere europäische Vernetzung gemeinschaftlich getragener Lebensmittel- und Ernährungsinitiativen an.
In ersten gemeinsamen Arbeitsprozessen wurde sichtbar, dass viele Initiativen an ähnlichen Fragen arbeiten: Nahrung als Commons, regionale Verantwortung, faire Preis- und Beitragslogiken, regenerativer Aufbau und die Verbindung lokaler und europa-regionaler Ansätze.
Die TEIKEI Agora kann diese Ansätze bündeln, dokumentieren und in gemeinsame Arbeitsgrundlagen übersetzen.
So entsteht eine Kooperationsstruktur, in der Projekte voneinander lernen und solidarische Grundnahrungsmittelversorgung praktisch weiterentwickeln können.
Der TEIKEI Fond schafft die finanzielle Grundlage, damit die TEIKEI Agora als gemeinnützige Träger- und Arbeitsstruktur aufgebaut werden kann.

Durch die TEIKEI Agora kommen Höfe, Gemeinschaften, Unternehmen, Logistiker:innen, Städte, Bildungsorte, Ernährungsregionen und weitere Organisationen an einen gemeinsamen Tisch.
Dort entstehen Moderation, Transformationsleitfäden, Lernformate, Dokumentation, Wissensdatenbank, Chapter 100 und Werkzeuge für FairShare, Rückverfolgbarkeit, Kartenlogik und transparente Lieferketten.
Ein zentrales Werkzeug ist die FairShare Rate. Sie macht sichtbar, wie viel eines Endpreises tatsächlich beim landwirtschaftlichen Betrieb ankommt und ob Warenfluss, Geldfluss und Informationsfluss transparenter und verantwortlicher gestaltet werden.
Der Maßstab ist, ob die Beteiligten besser zusammenarbeiten, Verantwortung transparenter teilen und landwirtschaftliche Betriebe durch die Struktur mehr Handlungsspielraum gewinnen.
So entstehen Transformationswege für eine kooperative Ernährungswirtschaft, in der Versorgung als gemeinsame Verantwortung für Höfe, Regionen, Landschaften und Gemeinschaften verstanden wird.
Ein erstes mögliches Lern- und Klärungsfeld ist das Dattelprojekt rund um Beni Ghreb und Eco Hazoua in Tunesien.
Nach dem Tod eines Initiators braucht das Netzwerk Stabilisierung, Transparenz und verlässlichere Lieferbeziehungen außerhalb der Großmarktstrukturen.
Geklärt werden soll, wie sich der Preis zusammensetzt, welcher Anteil bei den Bauern und Bäuerinnen ankommt und ob direktere Lieferbeziehungen zwischen Tunesien, Gemeinschaften in der Schweiz und weiteren SoLaWi-Strukturen entstehen können.
Dabei geht es nicht um Wareneinkauf, Handelsmargen oder Importabwicklung, sondern um Strukturklärung, FairShare, Rückverfolgbarkeit, Kartenlogik und Vorfinanzierung.
Das Projekt kann zeigen, wie die TEIKEI Agora moderiert, dokumentiert und Erfahrungen für andere Regionen nutzbar macht.
Link zum Video auf Vimeo: https://player.vimeo.com/video/1067684095
Das Video dokumentiert das erste europäische Vernetzungstreffen «Seeds of Unity» im November 2024 in Vasilitsi, Griechenland. Im Mittelpunkt standen Ernährungssouveränität, Commons, Solidarität und gemeinschaftlich getragene Versorgung, inspiriert auch vom Hansalim-Ansatz aus Südkorea.
Eine gemeinsame Leitfrage lautete: “How might we contribute to a big awakening by nourishing communities around food and love, based on mutual caretaking, in the most joyful way?”

Das nächste Treffen mit rund 50 Vertreter:innen, darunter Helena Norberg-Hodge, findet Anfang Juni 2026 in Stockholm und Järna statt. Der Aufbau der TEIKEI Agora kann daran anknüpfen und die europäische Vernetzung in konkrete gemeinsame Schritte übersetzen.