Diese Seite beschreibt den aktuellen Istzustand der TEIKEI-Struktur rund um Agora, Agora Marktplätze und den geplanten TEIKEI Fond.
Sie hält fest, was bereits real vorhanden ist, welche Aufgaben aktuell praktisch übernommen werden und wo die institutionelle, rechtliche und finanzielle Struktur noch nicht ausreichend geklärt ist.
Der Stand jetzt ist keine Zielstruktur.
Er beschreibt die Ausgangslage, aus der die nächste Entwicklungsphase entstehen soll.
TEIKEI ist aus langjähriger praktischer Aufbauarbeit entstanden.
Aktuell bestehen Agora Marktplätze in der Schweiz, in Schweden und in Deutschland.
Über diese Strukturen laufen oder liefen bereits konkrete gemeinschaftliche Versorgungsprozesse, insbesondere:
Aktive oder vorbereitete Ernährungsregionen sind:
Damit existiert bereits eine reale Grundlage gemeinschaftlich organisierter Versorgung.
Es gibt Höfe, Mitglieder, Abholorte, Ernährungsregionen, digitale Werkzeuge, operative Marktplätze und erste übertragbare Abläufe.
Gleichzeitig ist die institutionelle Struktur noch nicht ausreichend geklärt.
Die praktische Arbeit ist weiter entwickelt als die rechtliche, finanzielle und governancebezogene Trägerstruktur.
Derzeit laufen alle wesentlichen Strukturen rechtlich noch über Felix Schröder und dessen Einzelunternehmen.
Es gibt aktuell noch keine getrennte Firma, Genossenschaft, Verein, Stiftung oder GmbH, die die Agora, den TEIKEI Fond oder die Länder-Agora-Strukturen eigenständig trägt.
Auch die Software-Nutzungsrechte liegen derzeit bei Felix Schröder.
Damit sind persönliche Verantwortung, Aufbauarbeit, Software, operative Praxis, wirtschaftliche Risiken und gemeinnützige Infrastruktur noch nicht ausreichend voneinander getrennt.
Diese Bündelung hat den bisherigen Aufbau ermöglicht.
Gleichzeitig führt sie heute zu struktureller Überlastung, persönlichem Risiko und unklarer Zuordnung von Verantwortung.
Aus der bisherigen Aufbauphase besteht derzeit ein Defizit von ca. 160.000 CHF.
Dieses Defizit hängt mit der realen Aufbauarbeit, der Entwicklung der Agora, der operativen Vorfinanzierung, laufenden Strukturen und der noch nicht ausreichend getrennten Finanzierung von Infrastruktur und Warenfluss zusammen.
Ein wesentlicher Teil der bisherigen Infrastrukturarbeit wurde bisher durch Felix Schröder persönlich oder über wirtschaftliche Projekte wie TEIKEI Olive mitgetragen.
Dazu gehören insbesondere Entwicklerleistungen, Community Support, Aufbau von Gemeinschaften, Produzentenbegleitung, Reisen, Workshops, Schulungen, europäische Vernetzung, Dokumentation und Koordination.
Diese Kosten sollen künftig nicht mehr aus dem wirtschaftlichen Teil einzelner Warenprojekte getragen werden, sondern über den TEIKEI Fond beziehungsweise eine gemeinnützige Trägerstruktur, soweit sie dem Aufbau der Agora-Infrastruktur dienen.
Eine zentrale Frage für die nächste Phase ist deshalb, wie dieses Defizit sichtbar, nachvollziehbar und verantwortbar behandelt werden kann.
Dabei muss klar unterschieden werden zwischen:
Vorhanden sind:
Die zukünftige Struktur soll zwischen Länder-Agora, operativen Projekten und gemeinnütziger Infrastruktur unterscheiden.
Eine Länder-Agora kann je nach Land eine eigene rechtliche Struktur erhalten.
Sie kann zum Beispiel als zweckgebundene Firma, Purpose-Struktur, Genossenschaft oder andere passende Rechtsform organisiert sein.
Die Länder-Agora ist dabei der operative Rahmen für ein Land oder eine Region.
Sie ermöglicht Projekten, auf die Agora-Struktur umzuborden und ihre Versorgung über gemeinsame Werkzeuge, Standards und Gemeinschaften besser zu organisieren.
Einzelne Projekte bleiben dabei eigenständig.
Beispiele für solche Projekte sind:
Diese Projekte können unterschiedliche Rechtsformen haben:
Wichtig ist: Die Länder-Agora ermöglicht und verbindet.
Sie ersetzt nicht automatisch die Eigenständigkeit der Projekte.
Aktuell werden viele Aufgaben noch persönlich durch Felix Schröder oder indirekt über wirtschaftliche Warenflüsse getragen, obwohl sie langfristig zur gemeinnützigen Agora-Infrastruktur gehören.
Dazu gehören insbesondere:
Diese Aufgaben sind nicht bloß operative Kosten einzelner Warenflüsse.
Sie bilden die gemeinnützige Infrastruktur, die notwendig ist, damit gemeinschaftlich getragene Versorgung überhaupt entstehen, wachsen und verlässlich organisiert werden kann.
Derzeit werden diese Aufgaben jedoch noch zu stark aus persönlichen Mitteln, persönlicher Arbeitskraft oder aus wirtschaftlichen Projekten wie TEIKEI Olive mitgetragen.
Diese Finanzierungslogik ist nicht tragfähig.
Künftig sollen solche Infrastrukturaufgaben über den TEIKEI Fond oder eine gemeinnützige Trägerstruktur finanziert werden.
Entwickler:innen, Community Support, Koordination, Bildungsarbeit, Reisen, Produzentenbegleitung und europäische Aufbauarbeit sollen ihre Leistungen nicht mehr an operative Warenprojekte oder an Felix Schröder persönlich richten müssen, sondern an die dafür vorgesehene gemeinnützige Struktur, sofern die Leistung dem Aufbau der Agora-Infrastruktur dient.
Beim operativen Agora Marktplatz bleiben jene Aufgaben, die direkt mit konkreter Versorgung verbunden sind.
Dazu gehören insbesondere:
Der Agora Marktplatz ist damit die praktische wirtschaftliche Ebene.
Er muss rechtlich und finanziell getrennt von der gemeinnützigen Infrastruktur organisiert werden.
Zur gemeinnützigen Agora-Infrastruktur gehören dagegen jene Aufgaben, die nicht direkt einem einzelnen Warenfluss zugeordnet werden können.
Dazu gehören insbesondere:
Diese Aufgaben bilden die gemeinsame Grundlage, auf der unterschiedliche Länder-Agora-Strukturen und operative Projekte aufbauen können.
Der aktuelle Stand zeigt mehrere strukturelle Schwachstellen:
Die praktische Arbeit ist deutlich weiter entwickelt als die institutionelle Struktur.
Die nächste Aufgabe besteht deshalb nicht darin, einfach weitere Warenflüsse zu starten.
Die zentrale Aufgabe besteht darin, die bereits entstandene Infrastruktur zu ordnen, rechtlich zu klären und tragfähig zu machen.
Dafür müssen mehrere Ebenen klar unterschieden werden:
Für den nächsten Schritt sind drei Fragen besonders dringend:
Dabei geht es insbesondere darum, das bestehende Defizit sichtbar zu machen, die Aufbauphase zu stabilisieren und jene Aufgaben zu finanzieren, die bisher persönlich oder über operative Warenprojekte getragen wurden: Entwicklerleistungen, Community Support, Gemeinschaftsaufbau, Produzentenbegleitung, Reisen, Workshops, Schulungen, Dokumentation und europäische Koordination.
Zu klären ist, wer den Fonds verantwortet, wer gegenüber einer Stiftung oder Förderstruktur ansprechbar ist und wie diese Verantwortung rechtlich und organisatorisch gefasst wird.
Zu klären ist, nach welchen Prinzipien Gelder verteilt werden, wer darüber entscheidet, wie Förderfähigkeit geprüft wird und wie verhindert wird, dass gemeinnützige Mittel unklar in operativen Warenhandel fließen.
Zu klären sind insbesondere:
Der aktuelle Stand soll so dokumentiert werden, dass daraus eine belastbare Förder- und Trägerstruktur entwickelt werden kann.
Ziel ist eine klare institutionelle Trennung zwischen:
Dadurch soll die Agora langfristig als eigenständige, gemeinnützig getragene und gemeinschaftlich nutzbare Infrastruktur aufgebaut werden können.
Der TEIKEI Fond soll diese Klärung ermöglichen und die nächsten Entwicklungsschritte finanzierbar machen.