Diese Seite beschreibt das Zusammenspiel von TEIKEI Fond, Agora, Agora Marktplätzen, Länder-Agora-Strukturen, eigenständigen Projekten, Höfen, Gemeinschaften und Ernährungsregionen.
Sie zeigt, welche Ebene welche Aufgabe trägt und wie gemeinnützige Infrastruktur, wirtschaftlicher Betrieb und Förderstruktur voneinander getrennt werden können.
Die Zielstruktur ist kein fertiger Rechtsplan.
Sie ist eine Orientierungsskizze für die nächsten Schritte der Transformation.
Die Agora ist die gemeinnützige Infrastruktur hinter gemeinschaftlich organisierter Versorgung.
Sie stellt digitale Werkzeuge, Standards, Dokumentation, Transparenzlogiken, Lernräume und Koordinationsstrukturen bereit.
Der TEIKEI Fond finanziert den Aufbau und die Weiterentwicklung dieser Infrastruktur.
Die Agora Marktplätze und Länder-Agora-Strukturen organisieren die konkrete Versorgung in einzelnen Ländern, Regionen oder Projekten.
Wirtschaftliche Akteure bleiben eigenständig.
Gemeinschaften, Abholorte und Ernährungsregionen nutzen die Struktur, um Versorgung transparenter, verbindlicher und gemeinschaftlicher zu organisieren.
Die Zielstruktur unterscheidet mehrere Ebenen, die zusammenwirken, aber nicht vermischt werden dürfen:
Diese Ebenen bilden keinen starren Konzernaufbau.
Sie beschreiben eine verteilte Struktur, in der unterschiedliche Akteure eigenständig bleiben und über gemeinsame Werkzeuge, Standards und Verantwortungslogiken zusammenarbeiten können.
Die Förderstruktur ermöglicht den Aufbau der gemeinnützigen Infrastruktur.
Sie kann zum Beispiel bestehen aus:
Die Förderstruktur finanziert nicht den operativen Warenhandel.
Sie unterstützt Aufgaben, die der gemeinsamen Infrastruktur dienen.
Dazu gehören insbesondere:
Die gemeinnützige Trägerstruktur hält die Agora langfristig.
Sie sorgt dafür, dass die Infrastruktur nicht von einer Einzelperson, einem operativen Warenprojekt oder einem einzelnen Länder-Marktplatz abhängig bleibt.
Ihre Aufgaben sind insbesondere:
Mögliche Rechtsformen müssen gesondert geprüft werden.
In Betracht kommen je nach Land und Zweck zum Beispiel:
Die Agora ist der gemeinsame Koordinations- und Infrastrukturraum.
Sie ist nicht der operative Warenhandel.
Sie stellt die Grundlagen bereit, damit unterschiedliche Akteure gemeinschaftlich getragene Versorgung organisieren können.
Zur Agora gehören insbesondere:
Die Agora kann von mehreren Länder-Agora-Strukturen, Marktplätzen, Höfen, Projekten und Ernährungsregionen genutzt werden.
Sie besitzt oder steuert diese Akteure nicht.
Sie schafft eine gemeinsame Grundlage, auf der eigenständige Akteure besser zusammenarbeiten können.
Länder-Agora-Strukturen und Agora Marktplätze bilden die operative wirtschaftliche Ebene.
Sie sind in einem Land, einer Region oder einem klar definierten Versorgungsraum verankert.
Beispiele sind:
Diese Strukturen organisieren konkrete Versorgung.
Dazu gehören insbesondere:
Eine Länder-Agora kann je nach Land unterschiedliche Rechtsformen haben.
Möglich sind zum Beispiel:
Wichtig ist: Die Länder-Agora nutzt die Agora-Infrastruktur, bleibt aber wirtschaftlich eigenständig verantwortlich.
Innerhalb einer Länder-Agora oder eines Agora Marktplatzes können verschiedene Projekte angebunden werden.
Diese Projekte bleiben rechtlich und wirtschaftlich eigenständig.
Beispiele sind:
Ein Projekt kann unterschiedliche Rechtsformen haben.
Es kann zum Beispiel bleiben oder werden:
Die Agora oder eine Länder-Agora ermöglicht diesen Projekten, auf gemeinsame Werkzeuge, Gemeinschaften, Standards und Koordinationsprozesse umzuborden.
Sie ersetzt nicht automatisch die Eigenständigkeit der Projekte.
Höfe, Produzent:innen und operative Partner bilden die landwirtschaftliche und handwerkliche Grundlage der Versorgung.
Sie tragen eigene Verantwortung für:
In der TEIKEI-Struktur sollen Höfe nicht nur als Lieferanten verstanden werden.
Sie sind eigenständige Partner:innen innerhalb gemeinschaftlich getragener Versorgung.
Die Agora unterstützt diese Beziehungen durch Sichtbarkeit, Koordination, Dokumentation, Standards und gemeinsame Lernprozesse.
Mitglieder, Gemeinschaften, Abholorte und Ernährungsregionen bilden die soziale Grundlage der Versorgung.
Sie ermöglichen, dass Ernteanteile nicht nur individuell bestellt, sondern gemeinschaftlich getragen, gebündelt und verteilt werden können.
Dazu gehören insbesondere:
Diese Ebene macht sichtbar, dass Versorgung mehr ist als Warenübergabe.
Sie umfasst Beziehung, Verantwortung, Planung, Beteiligung und gemeinsames Lernen.
Die gemeinnützige Ebene trägt:
Sie schafft die Grundlagen, auf denen wirtschaftliche und regionale Strukturen arbeiten können.
Die wirtschaftliche Ebene trägt:
Diese Ebene muss eigenständig organisiert und finanziert werden.
Sie darf nicht unklar durch gemeinnützige Fördermittel ersetzt werden.
Die Förderstruktur unterstützt den Aufbau und die Stabilisierung der gemeinnützigen Infrastruktur.
Sie finanziert insbesondere:
Sie unterstützt keine unklaren Warenflüsse und keine operative Handelsfinanzierung.
Bei Grenzfällen muss dokumentiert werden, warum eine Ausgabe der gemeinsamen Infrastruktur dient.
Damit die Zielstruktur tragfähig wird, braucht es klare Entscheidungswege.
Zu klären sind insbesondere:
Governance bedeutet hier nicht zentrale Kontrolle.
Governance bedeutet, dass Verantwortung sichtbar, prüfbar und gemeinsam tragbar wird.
Langfristig soll sichtbar sein:
Die Agora kann als eine Art Linux für Ernährungskoordination verstanden werden.
Sie gehört nicht dem einzelnen Betrieb, dem einzelnen Land oder dem einzelnen Projekt.
Sie stellt eine gemeinsame Grundlage bereit, auf der viele eigenständige Akteure arbeiten können.
Wie eine offene Infrastruktur ermöglicht sie Verbindung, Orientierung, Weiterentwicklung und Zusammenarbeit.
Die konkrete Verantwortung für Warenflüsse bleibt bei den jeweiligen Akteuren.
Die gemeinsame Grundlage wird durch die gemeinnützige Struktur getragen.
Die Zielstruktur verbindet drei Dinge:
Der TEIKEI Fond ermöglicht den Aufbau der Agora.
Die Agora stellt Werkzeuge, Wissen, Standards und Koordination bereit.
Länder-Agora-Strukturen und Projekte organisieren die konkrete Versorgung.
Höfe, Mitglieder, Gemeinschaften und Ernährungsregionen bleiben eigenständige Akteure innerhalb eines gemeinsamen Rahmens.
So entsteht eine Struktur, in der Ernährungssouveränität nicht nur als Idee beschrieben, sondern praktisch organisierbar wird.