Level 1 ist die Phase, in der konkrete Meilensteine für die regenerative Entwicklung des Hofes festgelegt werden.
TEIKEI und der Hof klären gemeinsam, welche Entwicklung sinnvoll, tragbar und vor Ort wirklich umsetzbar ist.
Dabei geht es nicht darum, eine allgemeine Checkliste abzuarbeiten.
Es geht darum, die konkrete Hofrealität zu verstehen.
Jedes Feld ist anders.
Jeder Boden ist anders.
Jedes Klima, jede Wasserlage, jede Kultur, jede Arbeitsstruktur und jede Hofgeschichte bringt eigene Bedingungen mit.
Deshalb können regenerative Entwicklungsschritte nicht einfach von außen vorgegeben werden.
Sie müssen aus dem Hof heraus entstehen.
Level 1 bedeutet:
Der Hof erarbeitet selbst, welche Maßnahmen aus seiner Sicht regenerative Entwicklung ermöglichen.
TEIKEI begleitet diesen Prozess.
Agronom:innen und fachkundige Menschen aus dem Netzwerk prüfen gemeinsam mit dem Hof:
Die Meilensteine werden also nicht abstrakt definiert.
Sie entstehen aus der konkreten Situation des Hofes.
Eine Bio-Zertifizierung kann zeigen, dass ein Hof bestimmte formale Anforderungen erfüllt.
Sie zeigt auch, dass ein Hof in der Lage ist, bürokratische Nachweise zu führen.
Das ist hilfreich.
Aber es reicht nicht aus, um regenerative Entwicklung zu beschreiben.
Denn eine Zertifizierung kann nicht vollständig erfassen:
Die Bio-EU-Grundlage kann deshalb ein Einstieg sein.
Sie ersetzt aber nicht die eigene Entwicklung des Hofes.
Gemeinsam wird geklärt:
Meilensteine sind konkrete Entwicklungsschritte, die aus der Hofrealität heraus erarbeitet werden.
Zum Beispiel:
Wichtig ist:
Ein Meilenstein ist kein Wunschbild.
Ein Meilenstein muss zur Fläche, zum Hof und zur Arbeit passen.
Regenerative Entwicklung kann bedeuten:
Dass auf einer Fläche nicht mehr nur eine Kultur angebaut wird, sondern mehrere Lebensmittel in sinnvoller Kombination entstehen.
Dass der Boden länger bedeckt bleibt.
Dass Wasser besser gehalten wird.
Dass mehr organische Substanz im Boden aufgebaut wird.
Dass der Kohlenstoffanteil im Boden steigt.
Dass die Fruchtbarkeit zunimmt.
Dass die Biodiversität auf dem Hof gestärkt wird.
Dass die Fläche dichter, vielfältiger und resilienter genutzt wird.
Dass der Hof weniger abhängig von externen Betriebsmitteln wird.
Dass die Ernteanteile langfristig stabiler getragen werden können.
Der Hof ist auf Level 1 nicht Empfänger einer Vorgabe.
Der Hof beschreibt selbst:
Diese Selbsteinschätzung ist zentral.
Denn der Hof kennt seine Felder, seine Böden, seine Arbeitsabläufe und seine Risiken am besten.
TEIKEI prüft nicht von außen nach einer starren Liste.
TEIKEI begleitet die Entwicklung.
Agronom:innen und fachkundige Menschen aus dem Netzwerk helfen dabei, die vorgeschlagenen Maßnahmen einzuordnen.
Gemeinsam wird gefragt:
So entsteht ein Meilenstein, der fachlich ernst genommen werden kann und trotzdem aus der Hofrealität kommt.
Auf Level 1 wird auch sichtbar, welche Ernteanteile der Hof langfristig tragen kann.
Ernteanteile werden in der Regel jährlich verlängert.
Dadurch entsteht Stabilität.
Diese Stabilität ist wichtig, weil regenerative Entwicklung Zeit braucht.
Ein Hof kann Boden, Wasser, Vielfalt und Anbaustrukturen nicht sinnvoll entwickeln, wenn jedes Jahr alles neu unsicher ist.
Die Ernteanteile geben dem Hof eine Grundlage, auf der Entwicklung überhaupt möglich wird.
Ein Hof kommt in Level 2, wenn die Meilensteine festgelegt sind und in die Umsetzung gehen.
Level 1 endet also nicht mit einer allgemeinen Absicht.
Level 1 endet mit konkreten, gemeinsam verstandenen Meilensteinen.
Diese Meilensteine bilden die Grundlage für Level 2.