Level 3 ist erreicht, wenn die auf Level 1 festgelegten und auf Level 2 umgesetzten Meilensteine nachweislich erreicht wurden.
Der Hof arbeitet nun überwiegend mit Methoden regenerativer Landwirtschaft.
Das bedeutet:
Die regenerative Entwicklung ist nicht mehr nur geplant.
Sie ist nicht mehr nur in Umsetzung.
Sie ist Teil der Hofpraxis geworden.
Level 3 bedeutet:
Die vereinbarten Meilensteine wurden erreicht.
Ihre Wirkung wurde auf Level 2 beobachtet, dokumentiert und nachvollziehbar gemacht.
Die Maßnahmen haben dazu geführt, dass regenerative Landwirtschaft die Arbeit des Hofes prägt.
Der Hof wirtschaftet nun so, dass Boden, Wasser, Biodiversität, Pflanzen, Tiere, Insekten, Kreisläufe und Menschen dauerhaft mitgedacht werden.
Regeneration ist auf Level 3 kein einzelnes Projekt.
Sie ist Teil der täglichen landwirtschaftlichen Praxis.
Auf Level 3 wurden die vereinbarten Meilensteine umgesetzt und überprüft.
Das bedeutet:
Die Überprüfung endet damit nicht.
Auch nach dem Erreichen von Level 3 wird regelmäßig angeschaut, wie sich die Maßnahmen weiter verhalten.
Denn Landwirtschaft bleibt lebendig.
Boden, Wasser, Pflanzen, Klima und Ernte verändern sich.
Deshalb braucht auch regenerative Entwicklung Aufmerksamkeit, Beobachtung und Pflege.
Auf Level 3 ist regenerative Landwirtschaft nicht mehr nur ein Ziel.
Sie ist Teil der Art, wie der Hof arbeitet.
Das zeigt sich in der Praxis:
Der Boden wird nicht nur als Produktionsfläche verstanden.
Er wird als lebendiges Gefüge gepflegt.
Wasser wird nicht nur verbraucht.
Es wird gehalten, geführt und im Boden verfügbar gemacht.
Biodiversität wird nicht als Randthema behandelt.
Sie wird als Grundlage eines stabilen Hofsystems verstanden.
Kreisläufe werden nicht nur beschrieben.
Sie werden im Alltag aufgebaut, genutzt und weiterentwickelt.
Auf Level 3 entwickelt sich der Boden sichtbar weiter.
Er wird fruchtbarer, lebendiger und stabiler.
Dazu gehören:
Der Boden wird nicht nur genutzt.
Er wird aufgebaut.
Das ist eine zentrale Grundlage regenerativer Landwirtschaft.
Auf Level 3 wird Wasser stärker im Hofsystem gehalten.
Das kann bedeuten:
Gerade in Zeiten von Hitze, Trockenheit und unregelmäßigen Niederschlägen ist das entscheidend.
Ein regenerativer Hof arbeitet daran, Wasser nicht schnell zu verlieren, sondern im lebendigen System zu halten.
Auf Level 3 nimmt Vielfalt eine zentrale Rolle ein.
Das betrifft nicht nur einzelne Blühstreifen.
Es geht um ein vielfältigeres Hofsystem.
Dazu gehören:
Biodiversität stärkt die Widerstandskraft des Hofes.
Sie hilft, Kreisläufe zu stabilisieren.
Sie schafft Lebensräume.
Und sie macht Landwirtschaft weniger anfällig gegenüber Störungen.
Auf Level 3 entstehen oder erhalten sich Lebensräume für Insekten und andere Arten.
Das ist wichtig, weil Insekten nicht einfach Begleiterscheinung der Landwirtschaft sind.
Sie sind Teil lebendiger landwirtschaftlicher Systeme.
Sie bestäuben.
Sie zersetzen organisches Material.
Sie sind Nahrung für andere Tiere.
Sie zeigen, ob ein System lebendig ist.
Ein Hof auf Level 3 arbeitet deshalb so, dass Insektenleben und natürliche Artenvielfalt nicht verdrängt, sondern gefördert werden.
Auf Level 3 werden Kreisläufe auf dem Hof gestärkt.
Das kann bedeuten:
Der Hof wird dadurch weniger abhängig von äußeren Betriebsmitteln.
Er entwickelt mehr eigene Tragfähigkeit.
Auf Level 3 wird der Hof widerstandsfähiger.
Resilienz bedeutet hier:
Der Hof kann besser mit Veränderung umgehen.
Dazu gehören:
Ein vielfältiger, lebendiger und gut gepflegter Hof kann solche Belastungen besser abfedern.
Regenerative Landwirtschaft stärkt deshalb nicht nur einzelne Flächen.
Sie stärkt die Zukunftsfähigkeit des ganzen Hofes.
Auf Level 3 kann auch die Dichte und Vielfalt der angebauten Lebensmittel wachsen.
Das bedeutet:
Auf einer Fläche entsteht nicht nur mehr vom Gleichen.
Es können vielfältigere Lebensmittel entstehen.
Zum Beispiel durch:
Dadurch kann die Fläche lebendiger, dichter und vielseitiger genutzt werden.
Diese Vielfalt stärkt die Versorgung.
Sie kann auch dazu beitragen, dass Lebensmittel nährstoffreicher, widerstandsfähiger und stärker mit dem lebendigen Boden verbunden sind.
Level 3 bedeutet nicht, dass danach nichts mehr angeschaut wird.
Die erreichten Meilensteine werden weiterhin regelmäßig überprüft.
Dabei geht es nicht um Kontrolle von außen.
Es geht darum, die Entwicklung des Hofes weiter zu verstehen.
Gemeinsam kann betrachtet werden:
So bleibt Level 3 lebendig.
Ernteanteile bleiben die Grundlage der Versorgung.
Sie werden in der Regel jährlich verlängert.
Dadurch entsteht Stabilität für den Hof.
Diese Stabilität ist wichtig, weil regenerative Landwirtschaft Zeit braucht.
Bodenaufbau, Artenvielfalt, Wasserrückhalt und resiliente Anbaustrukturen entstehen nicht in einer Saison.
Sie brauchen Wiederholung, Pflege und Verlässlichkeit.
Die Ernteanteile geben dem Hof einen tragenden Rahmen.
Innerhalb dieses Rahmens kann regenerative Praxis dauerhaft gepflegt und weiterentwickelt werden.
Level 3 bedeutet:
Der Hof hat die vereinbarten Entwicklungsschritte umgesetzt.
Die Maßnahmen haben Wirkung gezeigt.
Regenerative Landwirtschaft prägt die tägliche Arbeit.
Der Hof arbeitet mit Boden, Wasser, Pflanzen, Tieren, Insekten und Menschen als zusammenhängendem System.
Die Hofrealität wird dadurch voller sichtbar.
Nicht nur die Ernte ist wichtig.
Auch die Grundlagen, aus denen Ernte entsteht, werden gepflegt.
Dazu gehören:
Level 3 bedeutet nicht:
Level 3 bedeutet:
Ein wesentlicher Entwicklungsschritt wurde erreicht.
Regenerative Landwirtschaft ist in der Hofpraxis angekommen.
Von dort aus kann der Hof weiter lernen, pflegen, beobachten und sich entwickeln.
Nach Level 3 kann gemeinsam geschaut werden:
Level 3 ist damit kein Abschluss.
Level 3 ist ein tragfähiger Zustand, von dem aus weitere Entwicklung möglich wird.