TEIKEI Olive berechnet Ernteanteile nicht nur aus der tatsächlich erwarteten Olivenölmenge eines Jahres.
Die Berechnung verbindet mehrere Ebenen:
So entsteht eine Struktur, die mit schwankenden Ernten umgehen kann und zugleich langfristige Beziehungen zwischen Produzent:innen, Gemeinschaften und Logistik stärkt.
Olivenbäume tragen nicht jedes Jahr gleich viel.
Ein Jahr kann reich sein, ein anderes schwach. Für die Mitglieder ist aber wichtig, dass Ernteanteile möglichst verlässlich geplant werden können. Für die Produzent:innen ist wichtig, dass die Hofrealität nicht jedes Jahr allein vom Ernteausfall oder Ernteüberschuss abhängt.
TEIKEI Olive arbeitet deshalb mit einem Verhältnis aus Main Fields und Support Fields.
Die Main Fields bilden die zentrale Grundlage der Ernte.
Die Support Fields erweitern den tragenden Rahmen.
Gemeinsam ermöglichen sie eine stabilere Planung der Ernteanteile.
Main Fields sind die Hauptfelder eines Produzenten oder einer Produzentin.
Sie bilden die direkte landwirtschaftliche Grundlage für die Ernteanteile. Aus ihnen wird berechnet, welche Menge Olivenöl unter normalen Bedingungen für die Gemeinschaften zur Verfügung steht.
In die Berechnung fließen unter anderem ein:
Die Main Fields zeigen, wie viele Ernteanteile aus der eigenen landwirtschaftlichen Grundlage heraus getragen werden können.
Support Fields sind zusätzliche Felder oder Baumgruppen, die in die Berechnung einbezogen werden.
Sie können helfen, die Liefermenge zu stabilisieren, wenn die Ernte auf den Hauptfeldern geringer ausfällt. In guten Jahren können sie zusätzliche Mengen ermöglichen, die als Support-Olivenöl oder Überschussmenge in die weitere Verteilung einfließen.
Support Fields erfüllen damit mehrere Aufgaben:
Wichtig ist dabei das Verhältnis zwischen Main Fields und Support Fields.
Die Support Fields ersetzen nicht die Hauptfelder. Sie ergänzen sie, damit die Versorgung gemeinschaftlich tragfähiger wird.
Die Berechnung arbeitet nicht mit einer isolierten Erntemenge.
Stattdessen wird gefragt:
Das Verhältnis zwischen Main Fields und Support Fields ist deshalb ein zentrales Steuerungselement.
Wenn nur die Hauptfelder betrachtet werden, kann die Liefermenge stark schwanken. Wenn Support Fields sinnvoll einbezogen werden, entsteht eine stabilere Grundlage für die Gemeinschaften und für den Hof.
Die Berechnung folgt vereinfacht diesem Ablauf:
Die voraussichtliche Gesamternte wird erfasst.
Die Ernte aus Main Fields und Support Fields wird gemeinsam betrachtet.
Daraus wird abgeleitet, wie viele Ernteanteile grundsätzlich möglich sind.
Die geplanten Ernteanteile der Regionen werden gegenübergestellt.
Die Liefermenge je Region wird berechnet.
Die Grundkostendeckung des Hofes wird geprüft.
Es wird sichtbar, ob eine Lücke, ein Ausgleichsbedarf oder ein Überschuss entsteht.
Die Verteilung zwischen Ernteanteilen und Support-Olivenöl wird angepasst.
Diese Logik verbindet Materialfluss und Geldfluss, ohne sie zu vermischen.
Die Liter Olivenöl zeigen, welche Menge real vorhanden ist.
Die Ernteanteile zeigen, welche Menge gemeinschaftlich getragen wird.
Die Grundkostendeckung zeigt, welche Hofrealität finanziell getragen werden muss.
Ein Ziel der Berechnung ist eine möglichst stabile Liefermenge.
Die Mitglieder sollen nachvollziehen können, welche Menge Olivenöl ein Ernteanteil ungefähr umfasst. Gleichzeitig muss die Planung so offen bleiben, dass ein schlechtes Erntejahr nicht künstlich überdeckt wird.
Darum unterscheidet die Berechnung zwischen:
In einem schwächeren Jahr kann sichtbar werden, wie viel Öl fehlt, um alle geplanten Ernteanteile vollständig zu füllen.
In einem stärkeren Jahr kann sichtbar werden, wie viel zusätzliches Öl als Support-Olivenöl verfügbar ist oder für den weiteren Aufbau von Ernteanteilen genutzt werden kann.
Wenn die Ernte größer ausfällt als für die geplanten Ernteanteile benötigt, entsteht eine zusätzliche Menge.
Diese Menge kann als Support-Olivenöl in die Verteilung gehen.
Das ist wichtig, weil Überschüsse nicht außerhalb der Beziehung zum Hof betrachtet werden. Sie bleiben Teil der gemeinsamen landwirtschaftlichen Realität.
Support-Olivenöl kann helfen:
So entsteht ein Ausgleich zwischen Stabilität und Beweglichkeit.
Die Berechnung zeigt auch, wie viele zusätzliche Bäume oder Flächen nötig wären, um mehr Ernteanteile tragen zu können.
Dafür wird nicht nur gefragt, wie viel aktuell geerntet wird.
Gefragt wird auch:
Der Ausbau von Ernteanteilen wird dadurch nicht als abstrakte Steigerung gedacht, sondern als konkrete Frage der landwirtschaftlichen Tragfähigkeit.
Ein wichtiger Teil der Berechnung ist die Grundkostendeckung.
Der Hof braucht eine verlässliche Grundlage, um seine Arbeit tragen zu können. Diese Grundlage hängt nicht nur davon ab, wie viele Liter Olivenöl in einem Jahr geerntet werden.
In die Betrachtung gehören:
Die Ernteanteile sollen diese Hofrealität sichtbar machen und gemeinschaftlich tragbar machen.
TEIKEI Olive arbeitet mit mehreren Regionen und Gemeinschaften.
Darum wird die verfügbare Menge nicht nur insgesamt berechnet, sondern auch auf Regionen verteilt. Dabei wird sichtbar, welche Region wie viele Ernteanteile trägt und welche Literzahl daraus entsteht.
Die Berechnung kann zum Beispiel unterscheiden zwischen:
So wird nachvollziehbar, wie die gemeinsame Ernte durch verschiedene Gemeinschaften getragen wird.
Die Berechnung der Ernteanteile ist mehr als eine Mengenplanung.
Sie macht sichtbar, wie TEIKEI Olive Verantwortung verteilt:
Damit wird TEIKEI Olive zu einem konkreten Beispiel dafür, wie gemeinschaftlich getragene Versorgung berechnet und organisiert werden kann.
