Transparenz ist bei TEIKEI kein Zusatz und kein Werbewort.
Sie ist eine Arbeitsweise.
Für uns beginnt Transparenz dort, wo Menschen nachvollziehen können, wie Preise entstehen, wie Entscheidungen getroffen werden, wer Verantwortung trägt und welcher Anteil eines Endpreises tatsächlich bei den Höfen ankommt.
Governance bedeutet für uns deshalb nicht einfach Leitung oder Kontrolle.
Governance bedeutet, dass Verantwortung, Rollen und Entscheidungswege so gestaltet werden, dass keine unnötigen Machtkonzentrationen entstehen und dass das gemeinsame Ganze tragfähig bleibt.
Manche Projekte sprechen im Marketing von Transparenz, doch man weiss nicht, wie diese Transparenz eigentlich entsteht.
Es wird vielleicht erzählt, dass fair gearbeitet wird.
Es wird vielleicht mit langfristigen Partnerschaften geworben.
Es wird vielleicht ein Bonus genannt oder ein besonderes Modell hervorgehoben.
Doch die entscheidenden Fragen bleiben oft unbeantwortet:
Wenn diese Fragen offen bleiben, entsteht keine echte Transparenz.
Dann entsteht vor allem ein Bild von Transparenz.
TEIKEI versteht sich nicht als reine wirtschaftliche Unternehmung, sondern als zivilgesellschaftliche Bewegung, die durch gemeinschaftliches Handeln und neue Strukturen eine andere Architektur des Wirtschaftens ermöglicht.
Darum arbeiten wir an Strukturen, die nicht nur Lebensmittel bewegen, sondern Beziehungen, Verantwortung und Wissen verbinden.
Wir möchten sichtbar machen, wie sich ein Preis zusammensetzt.
Dazu gehören zum Beispiel:
Der Preis soll nicht nur am Ende im Shop stehen.
Er soll in seiner inneren Logik nachvollziehbar werden.
Auch Entscheidungsprozesse müssen sichtbar sein.
Für TEIKEI gehören dazu Fragen wie:
Governance ist dann stimmig, wenn sie nicht nur effizient, sondern auch gerecht und nachvollziehbar ist.
Dazu gehören:
TEIKEI entwickelt Preismodelle, die auf Mitgliedschaften und Grundkostenbeteiligung der Gesamtstrukturen aufbauen.
Das Ziel ist nicht, im Nachhinein gut zu erzählen, sondern von Anfang an anders zu rechnen:
klarer, direkter und mit einem höheren Anteil für die Höfe.
Ein Projekt kann nach aussen von Transparenz sprechen und gleichzeitig bleibt unklar, was das konkret bedeutet.
Nehmen wir ein Beispiel:
Dann stellen sich sofort zwei Fragen:
Denn genau hier beginnt die Unschärfe.
Wenn 10 % vom Verkaufspreis gemeint sind, dann sind das:
Zusammen mit dem ursprünglichen Einkaufspreis von 4'000 € ergibt das:
Die FairShare Rate läge dann bei:
Das ist mehr als 8 %, aber noch immer weit entfernt von einer hälftigen Beteiligung am Endpreis.
Wenn mit „10 % Bonus“ in Wahrheit ein Aufschlag auf den Einkaufspreis gemeint ist, dann sieht die Rechnung so aus:
Die FairShare Rate läge dann bei:
Dann bleibt fast der gesamte Wertschöpfungsraum ausserhalb der Landwirtschaft.
Wenn der Hof nicht 0,40 € pro kg, sondern 50 % des Endpreises erhält, dann ergibt sich:
Die Differenz ist erheblich:
Eine FairShare Rate von 50 % eröffnet ganz andere Möglichkeiten:
Für TEIKEI ist deshalb nicht nur wichtig, ob irgendwo ein Bonus genannt wird.
Die wichtigere Frage lautet:
Wie gross ist der tatsächliche Anteil, der aus dem Endpreis bei den Höfen ankommt?
Und direkt danach kommt die zweite:
Wer entscheidet über die Regeln dieses Modells – und sind diese Entscheidungen nachvollziehbar?
TEIKEI vertritt die Haltung, dass Transparenz und Governance nicht voneinander getrennt werden können.
Transparenz ohne Governance bleibt oberflächlich.
Dann sieht man einzelne Aussagen, aber nicht die Strukturen dahinter.
Governance ohne Transparenz wird schnell zu einer Angelegenheit weniger Personen.
Dann gibt es vielleicht Prozesse, aber keine wirkliche Nachvollziehbarkeit.
Für TEIKEI gehören beide Werte zusammen:
Transparenz bedeutet, dass Preisbildung, Rollen, Zusammenhänge und Entscheidungswege sichtbar und verständlich werden.
Governance bedeutet, dass diese Strukturen so gestaltet sind, dass Verantwortung geteilt, Mitwirkung ermöglicht und Machtkonzentration begrenzt wird.
Wir möchten nicht bloss fair erscheinen.
Wir möchten so arbeiten, dass Fairness, Offenheit und Kooperation im Handeln sichtbar werden.
Darum arbeiten wir an Strukturen,
Transparenz ist für uns kein Schaufenster.
Sie ist eine Voraussetzung für Vertrauen.
Governance ist für uns kein Verwaltungswort.
Sie ist die Frage, ob eine Struktur wirklich kooperativ tragfähig ist.