TEIKEI arbeitet mit Menschen und Strukturen zusammen, die bereit sind, Verantwortung sichtbar zu machen.
Das können Höfe, SoLaWis, FoodCoops, Logistikstrukturen, Verarbeitungsbetriebe, regionale Bündelungen, gemeinnützige Träger, Initiativen oder bestehende Handelsstrukturen sein.
Entscheidend ist nicht die äußere Form.
Entscheidend ist, ob Zusammenarbeit auf nachvollziehbaren Zusammenhängen beruhen kann.
TEIKEI kann mit Strukturen zusammenarbeiten, wenn sichtbar ist:
Zusammenarbeit braucht keine Perfektion.
Sie braucht Offenheit, Verlässlichkeit und die Bereitschaft, Zusammenhänge gemeinsam zu verstehen.
Für eine Zusammenarbeit braucht es mindestens:
Die FairShare-Rate zeigt das Verhältnis zwischen dem Preis ab Hof und dem Endpreis.
Je kleiner diese Rate ist, desto größer ist der Anteil, der beim Hof bleibt.
Eine FairShare-Rate von 8 bis 12 liegt im Bereich des normalen Handels.
Für TEIKEI ist wichtig, dass sich die Zusammenarbeit in eine andere Richtung bewegt:
Wenn Gewinne oder Überschüsse entstehen, muss nachvollziehbar sein, wie sie verwendet werden.
Für übergeordnete Strukturen ist entscheidend, dass Gewinne nicht privat entnommen werden können.
Stattdessen muss in den Statuten, der Satzung oder einer vergleichbaren rechtlichen Grundlage verankert sein, dass Überschüsse gemeinnützigen Zwecken, der gemeinsamen Versorgung, der Unterstützung der beteiligten Höfe, der Infrastruktur oder der Weiterentwicklung des Netzwerks dienen.
Diese Punkte sind keine Zusatzanforderungen.
Sie sind die Grundlage dafür, dass Vertrauen tragfähig werden kann.
TEIKEI kann nicht mit Strukturen zusammenarbeiten, wenn wesentliche Zusammenhänge unsichtbar bleiben.
Die Grenze ist erreicht, wenn:
Diese Grenze richtet sich nicht gegen einzelne Menschen.
Sie schützt die gemeinsame Verantwortung.
TEIKEI ist kein geschlossener Kreis.
Zusammenarbeit kann mit sehr unterschiedlichen Menschen und Organisationen entstehen.
Auch bestehende Handelsstrukturen können Teil einer Zusammenarbeit sein, wenn sie bereit sind, Herkunft, Preise, FairShare-Rate, Verantwortung, Eigentum, Geldflüsse und Beziehungen offen zu legen.
Was nicht trägt, ist blindes Vertrauen und gut gemeinte Absichten.
TEIKEI muss vor einer Zusammenarbeit verstehen können, in welchen Zusammenhängen eine Struktur steht.
Dazu gehören:
Vertrauen entsteht dort, wo diese Zusammenhänge sichtbar werden.
Für TEIKEI braucht es Transparenz in beide Richtungen.
Die Abnehmenden müssen den Weg bis zum Hof nachvollziehen können.
Die Höfe müssen den Weg bis zu den Abnehmenden nachvollziehen können.
Das bedeutet:
Diese beidseitige Sichtbarkeit nennt TEIKEI Dual Traceability and Transparency.
Sie ist eine Grundbedingung für Zusammenarbeit.
Ein einzelnes Projekt kann unterschiedlich organisiert sein.
Ein Hof, ein Verarbeitungsbetrieb, ein Logistikbetrieb oder ein regionales Versorgungsprojekt kann privat, genossenschaftlich, vereinsgetragen oder als Kapitalgesellschaft bestehen.
Entscheidend ist, ob die Zusammenarbeit transparent und verantwortbar bleibt.
Dazu gehört auch, dass Preisbildung und FairShare-Rate sichtbar sind.
Bei übergeordneten Strukturen gelten höhere Anforderungen.
Wenn eine Struktur mehrere Höfe, Projekte, Regionen oder Versorgungskreise verbindet, braucht sie eine rechtliche und organisatorische Grundlage, die nicht vom Kapitaldruck bestimmt wird.
Dazu gehört auch eine verbindliche Regelung zum Umgang mit Gewinnen.
Gewinne dürfen in solchen Strukturen nicht privat entnommen oder zur Kapitalvermehrung einzelner Eigentümer:innen genutzt werden.
In den Statuten, der Satzung oder einer vergleichbaren rechtlichen Grundlage muss festgehalten sein, dass Überschüsse gemeinnützigen Zwecken dienen und in die gemeinsame Versorgung, die Unterstützung der beteiligten Höfe, die Infrastruktur oder die Weiterentwicklung des Netzwerks zurückfließen.
Dafür kommen insbesondere in Frage:
Je mehr Verantwortung eine Struktur trägt, desto klarer muss sie dem Gemeinwohl und dem Netzwerk verpflichtet sein.
Vor einer neuen Zusammenarbeit braucht es einen bewussten Schritt des Verstehens.
TEIKEI prüft:
Diese Fragen sind keine bürokratische Hürde.
Sie helfen, Vertrauen auf eine tragfähige Grundlage zu stellen.
TEIKEI kann dort zusammenarbeiten, wo Verantwortung sichtbar, nachvollziehbar und mittragbar wird.
TEIKEI kann dort nicht zusammenarbeiten, wo Herkunft, Preise, FairShare-Rate, Kontrolle, Gewinnverwendung oder Verantwortung im entscheidenden Moment unsichtbar bleiben.
Die deutliche Grenze ist deshalb einfach:
Zusammenarbeit braucht sichtbare Zusammenhänge.
Wo diese Sichtbarkeit möglich ist, kann Vertrauen wachsen.
Wo sie nicht möglich ist, braucht es Abstand.