„Wir verändern die Welt nicht dadurch, dass wir gegen das bestehende System kämpfen. Wir verändern sie dadurch, dass wir im Alltag jene Qualitäten leben, aus denen das System entstehen soll, das wir uns wünschen.“
Wirtschaft wird häufig über Geld, Märkte, Preise oder Unternehmen erklärt.
TEIKEI beginnt an einer anderen Stelle.
Jede Wirtschaft entsteht zunächst aus Beziehungen zwischen Menschen.
Die Art und Weise, wie diese Beziehungen organisiert werden, prägt schließlich auch Landwirtschaft, Unternehmen, Gemeinschaften, Geldsysteme und politische Strukturen.
Deshalb beschäftigt sich dieser Beitrag nicht zuerst mit Geld.
Er beschäftigt sich mit den Qualitäten, aus denen Wirtschaft entsteht.
Dieser Beitrag ist kein Beitrag gegen Männer.
Ebenso wenig ist er ein Beitrag für eine Herrschaft von Frauen.
TEIKEI versteht die Begriffe Patriarchat und Matriarchat nicht als politische Lager oder Identitäten.
Sie helfen vielmehr dabei, unterschiedliche Formen gesellschaftlicher Organisation zu beschreiben.
Die eigentliche Frage lautet deshalb nicht:
Wer soll herrschen?
Sondern:
Wie möchten wir unser Zusammenleben organisieren?
In gesellschaftlichen Debatten entsteht häufig der Eindruck, das Problem liege bei bestimmten Menschen oder Gruppen.
Aus Sicht von TEIKEI greift diese Sichtweise zu kurz.
Menschen wachsen innerhalb bestehender Systeme auf.
Diese Systeme prägen Werte, Denkweisen und Verhaltensmuster.
Deshalb verändert sich eine Gesellschaft nicht automatisch dadurch, dass andere Menschen Führungspositionen übernehmen.
Ein männlicher Herrscher, der durch eine weibliche Herrscherin ersetzt wird, verändert die zugrunde liegende Organisationsform noch nicht.
Solange Herrschaft das tragende Prinzip bleibt, verändert sich zwar möglicherweise die Person an der Spitze, nicht jedoch die Struktur.
Echter Wandel beginnt dort, wo Verantwortung, Vertrauen, Kooperation und Fürsorge zunehmend die Rolle von Herrschaft übernehmen.
Der Gegensatz lautet aus Sicht von TEIKEI deshalb nicht:
Der eigentliche Gegensatz lautet:
Diese Qualitäten bestimmen, welche Form von Wirtschaft entsteht.
Nicht das Geschlecht der Menschen.