Einstieg und Überblick › Glossar für die Vernetzungssprache · 7 Min. Lesezeit
Stell Dir vor, ein Baum wächst in einem Wald. Er wird nicht unendlich groß, sondern hört auf zu wachsen, wenn er eine gesunde Größe erreicht hat. Ab da hilft er anderen: Er spendet Schatten, gibt Tieren ein Zuhause und produziert frische Luft. Ähnlich machen wir es bei TEIKEI – einer Gemeinschaft von Menschen, die fair miteinander handeln. Wir wachsen nur bis zu einer besten Größe. Dann hören wir auf, immer größer zu werden, und kümmern uns lieber darum, besser zu werden: Wir arbeiten gut zusammen, schützen die Natur und teilen gerecht. So wie die Bäume im Wald ein Team bilden, arbeiten auch wir bei TEIKEI als Team und wollen die Welt ein bisschen besser machen.
Ein Baum und ein Wald zeigen uns, warum endloses Wachstum nicht immer gut ist. Erwin Thoma, Erfinder der Holz100-Bauweise, betont oft die Weisheiten der Natur. Zum Beispiel sagt er:
„Der Wald ist die älteste und bewährteste Lebensgemeinschaft dieser Erde. Dort gilt der Grundsatz, dass nur derjenige überlebt, der sich auch für das Wohl der Anderen einbringt.“
Das bedeutet, dass Bäume in einem natürlichen, gewachsenen Wald zusammenarbeiten, anstatt nur zu konkurrieren.
In einem jungen, natürlich entstandenen Wald – etwa nach einem Sturm oder einem Waldbrand – kämpfen viele junge Bäume zunächst ums Licht, um Wasser und um Nährstoffe. In dieser frühen Phase geht es darum, sich zu behaupten und Wurzeln zu schlagen.
Erst mit der Zeit bildet sich ein Netzwerk: Pilze, Wurzeln und Mikroorganismen verbinden die Bäume zu einer lebendigen Gemeinschaft.
In einem etablierten, alten Naturwald dagegen gibt es ein tiefes, funktionierendes Sozialsystem:
Natürliche Wälder zeigen: Nicht Konkurrenz, sondern Kooperation und wechselseitige Unterstützung sind die Grundlage für das Überleben und die langfristige Stabilität lebendiger Systeme.
Erwin Thoma beschreibt, wie Kooperation wichtiger ist als endloses Wachstum. Ein schönes Beispiel liefert er mit dem Kirschbaum: Dieser bildet jedes Jahr unzählige Blüten, nicht, um lauter neue Kirschbäume zu schaffen, sondern um Bienen, Insekten und Vögeln Nahrung zu geben.
Er teilt also seine Energie mit der Gemeinschaft der Wald- und Wiesenbewohner.
Für Erwin Thoma ist das ein Beispiel dafür, dass es in einer Gemeinschaft weniger um Wettbewerb und Wachstum gehen sollte, sondern mehr um Kooperation.
Sobald ein Baum seine gesunde Größe erreicht hat, investiert er in Qualität statt Quantität – er trägt Früchte, bietet Lebensraum und produziert Sauerstoff, anstatt immer weiter in die Höhe zu schießen.
Dieses Prinzip der gesunden Größe überträgt TEIKEI auf die Wirtschaft: Genau wie ein Baum sich eingliedert und zum Wohl des Waldes beiträgt, sollen Unternehmen und Gemeinschaften in gesunder Größe bestehen und dann der Gemeinschaft und Umwelt dienen.
Erwin Thoma hat dieses Denken auch in seiner Firma umgesetzt. Er betrachtet sein Unternehmen wie einen Baum, der Jahresring für Jahresring organisch wächst:
„Wir wachsen gemäß unseren Leitlinien wie ein Baum, Jahresring um Jahresring. Wir machen keine Zukäufe oder Übernahmen und freuen uns über organisches Wachstum, das wir selbst finanzieren können.“
Größe war für ihn nie Selbstzweck:
„Ich habe nie in Quantitäten gedacht. Das Unternehmen war immer ein Vehikel, um meine Vision zu verwirklichen, gesunde Häuser zu bauen.“
Diese Haltung – langsam und nachhaltig wachsen und nie größer werden als nötig – ist die Inspiration für das TEIKEI-Prinzip der gesunden Größe.
Wie lässt sich das Prinzip der gesunden Größe ganz praktisch anwenden?
Schauen wir uns die Logistik bei TEIKEI an:
Wir bei TEIKEI möchten Olivenöl so umweltfreundlich wie möglich transportieren – weg von einzelnen LKW-Fahrten auf der Straße, hin zu gebündelten Transporteinheiten, die auf die Schiene und später auf Segelschiffe verlagert werden können.
Als nachhaltige Transporteinheit gilt bei uns ein 40-Fuß-Container.
Dieser Container ist etwa 12 Meter lang und kann auf Rollwagen von Zügen gesetzt werden sowie auf Segelschiffen verladen werden.
Kapazität eines 40-Fuß-Containers:
Zusammengefasst:
Bei TEIKEI organisieren wir die Logistik bewusst gemeinschaftlich:
Diese Struktur stellt sicher, dass die gesunde Größe der Transporteinheiten gewahrt bleibt, ökologische Ziele erreicht werden und die Werte von TEIKEI in allen Bereichen der Lieferkette konsequent umgesetzt werden.


Das Vorgehen von TEIKEI basiert auf klaren Prinzipien, die ursprünglich aus der japanischen TEIKEI-Bewegung stammen.
Die „Zehn Prinzipien von TEIKEI“ wurden 1978 von der Japan Organic Agriculture Association formuliert.
Einige dieser Prinzipien lassen sich im Olivenöl-Szenario wiedererkennen:
Zusätzlich arbeitet TEIKEI auf Basis der „Heiligen drei Beziehungskreise“:
Diese drei Kreise greifen ineinander und prägen jede TEIKEI-Aktivität.
Die kapitalistische Wirtschaft folgt oft dem Prinzip „Wachse oder weiche“.
Viele Unternehmen sind auf permanentes Wachstum ausgerichtet, ohne eine natürliche Grenze für ihre Größe festzulegen.
Das führt zu:
In natürlichen Systemen existiert unbegrenztes Wachstum nicht.
Lebendige Systeme – wie ein Baum oder ein Wald – folgen einem natürlichen Kreislauf von Entstehung, Wachstum, Reifung, Umwandlung und Rückgabe an das System.
Ein Baum wächst bis er seine gesunde Größe erreicht hat, reift, trägt Früchte und wird am Ende Teil des Nährstoffkreislaufs.
Übermäßiges, ungebremstes Wachstum destabilisiert natürliche Systeme und wird in der Natur als Störung betrachtet.
Für Unternehmen heißt das:
Ohne definierte Wachstumsgrenze entziehen sie dem ökologischen und sozialen Umfeld dauerhaft Ressourcen und unterbrechen den notwendigen Erneuerungsprozess.
Eine ernsthafte nachhaltige Entwicklung erfordert die bewusste Definition einer gesunden Größe.
Nur so lassen sich ökologische Stabilität, soziale Gerechtigkeit und menschliche Verantwortung dauerhaft sichern.
Wenn eine TEIKEI-Gemeinschaft ihre gesunde Größe erreicht hat, geht es nicht mehr um Wachstum, sondern um Qualität.
Das entspricht der Baum-Metapher:
Ein reifer Baum spendet Früchte, Sauerstoff und Lebensraum, anstatt ins Unendliche zu wachsen.
Qualitativer Mehrwert für Gesellschaft, Umwelt und Kultur – in gegenseitiger Unterstützung und Freundschaft.
So wie es der Wald seit Jahrtausenden vormacht.
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Vom Redaktionsteam TEIKEI, mit Unterstützung von KI (ChatGPT)
Erstellt am 27. April 2025 · Zuletzt aktualisiert am 14. Oktober 2026
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