Einstieg und Überblick › TEIKEI Prinzipien · 3 Min. Lesezeit
Geplante Produktion heißt bei TEIKEI: Wir organisieren Anbau, Verarbeitung und Logistik nicht isoliert nach Angebot oder Marktlogik, sondern nach einem Bedarf, den wir gemeinsam abstimmen. Es geht um vorausschauendes Handeln: In der Landwirtschaft, in der Verteilung – und in der Beziehung zwischen allen Beteiligten.
Formuliert wurde es im japanischen TEIKEI-Modell; die SoLaWi-Bewegung (Solidarische Landwirtschaft) hat es später aufgegriffen. Beide setzen auf eine genaue Abstimmung zwischen Produzierenden und Beteiligten. So entsteht Sicherheit für alle Seiten: Der Hof weiß, wie viel er produzieren kann – die Mitglieder wissen, was sie erwarten dürfen.
Bei TEIKEI beruht jede Ernte, jede Lieferung und jede logistische Route auf einem abgestimmten Plan. Er entsteht aus den Rückmeldungen der Gemeinschaften, den Erhebungen in der Agora, aus Erfahrungswerten und aus offenen Absprachen zwischen allen Ebenen.
Konkrete Praktiken:
Geplante Produktion heißt, das ganze Jahr mitzudenken – nicht nur den Moment des Konsums. Sie ist ein Akt der Verantwortung und der Fürsorge für Boden, Arbeit und Zukunft.
Das Prinzip lässt sich auf viele weitere Lebensbereiche übertragen: Bildung, Mobilität, Energie – überall, wo Planung nicht zentral gesteuert, sondern gemeinschaftlich abgestimmt wird, entsteht Resilienz.
In einer rekursiven Netzwerkökonomie wird Planung nicht zur Kontrolle – sondern zur Einladung, gemeinsam tragfähige Zukünfte zu gestalten.
↑ Eine Ebene höher: TEIKEI Prinzipien
Vom Redaktionsteam TEIKEI
Erstellt am 20. Juli 2025 · Zuletzt aktualisiert am 27. August 2025
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