Das Prinzip der Akzeptanz der Erzeugnisse beschreibt einen fundamentalen Perspektivwechsel: Anstelle einer selektiven Auswahl „perfekter“ Produkte steht die bewusste Entscheidung, die gesamte Ernte – mit all ihren Qualitäten, Formen und Eigenheiten – als wertvoll zu betrachten.
Es ist eine Absage an standardisierte Marktlogiken, in denen normabweichende Produkte aussortiert oder entsorgt werden. Stattdessen tritt die Einsicht in den Vordergrund, dass die Natur Vielfalt hervorbringt – und dass diese Vielfalt Teil unserer Beziehung zur Erde und zueinander ist.
Dieses Prinzip ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch ein Ausdruck von Vertrauen, Solidarität und Wertschätzung für die Arbeit der Produzierenden.
Bei TEIKEI bedeutet Erzeugnisakzeptanz, dass alle Mitglieder die Ernteanteile so annehmen, wie sie aus dem Prozess hervorgehen – mit kleinerer oder größerer Form, manchmal mit Schönheitsfehlern, aber immer mit voller Sorgfalt und Würde erzeugt.
Konkrete Praktiken:
Dieses Prinzip lädt Dich ein, Dich mit folgenden Fragen auseinanderzusetzen:
Erzeugnisakzeptanz bedeutet auch, Verantwortung zu übernehmen: für die Unsicherheiten der Natur, für die Entscheidungen der Produzierenden – und für die Anerkennung von Vielfalt als Stärke.
Dieses Prinzip kann weit über die Landwirtschaft hinauswirken: Auch Menschen, Beziehungen und Prozesse sind nicht perfekt. In einer Wirtschaft, die Beziehung und Gemeinschaft in den Mittelpunkt stellt, wird Akzeptanz zur Kulturtechnik.
In der Vielfalt liegt nicht nur Schönheit – sondern die Grundlage für Resilienz und Lebendigkeit. Wenn wir lernen, alles als Teil des Ganzen zu sehen, verändern wir nicht nur unsere Wirtschaft, sondern auch unsere Haltung zur Welt.