Größere Solidarische Landwirtschaften und SoLaWi Genossenschaften verfügen oft über etablierte Strukturen, eigene Infrastruktur und eine stabile Mitgliederbasis. Sie organisieren nicht nur Produktion, sondern auch Verteilung, Kommunikation und teilweise Weiterverarbeitung.
In diesem Kontext kann TEIKEI eine strukturelle Erweiterung darstellen.
Im Unterschied zu kleineren SoLaWis geht es hier nicht nur um punktuelle Ergänzung, sondern um eine bewusst integrierte Erweiterung der Versorgung.
TEIKEI kann Teil werden von:
Gerade größere SoLaWis und Genossenschaften haben die Möglichkeit, diese Ergänzung nicht nur punktuell, sondern strategisch und organisatorisch sauber einzubetten.
Typischerweise verfügen größere SoLaWis über:
Diese Voraussetzungen ermöglichen eine tiefere Integration.
TEIKEI Produkte werden in die regulären Ausgaben integriert und gemeinsam mit der eigenen Ernte verteilt.
Die Genossenschaft organisiert eigenständig Bestellungen über die TEIKEI Agora und verteilt diese intern.
Größere SoLaWis können auch Teil regionaler Bündelungen werden und gemeinsam mit anderen Akteuren größere Mengen organisieren.
Die Einbindung von TEIKEI kann unterschiedlich rhythmisiert werden.
Möglich sind zum Beispiel:
Dadurch kann eine größere SoLaWi oder Genossenschaft selbst entscheiden, ob TEIKEI als laufender ergänzender Bezugsweg genutzt wird oder ob bestimmte Monate im Jahr bewusst ausgewählt werden, um das eigene Angebot zu erweitern.
Gerade bei größeren Gemeinschaften können solche Aktionsmonate sehr sinnvoll sein. So kann zum Beispiel rund um die Winterzeit oder vor Weihnachten den eigenen Mitgliedern sowie deren Freund:innen und Bekannten die Möglichkeit eröffnet werden, direkt ab Hof aus dem Süden frische Früchte und Olivenöl zu beziehen – nach dem gleichen Prinzip wie bei den eigenen Ernteanteilen: gemeinschaftlich organisiert, planbar und mit direktem Bezug zur Herkunft.
In Zukunft wird es zudem möglich sein, die eigenen Ernteanteile der SoLaWi oder Genossenschaft über dieselbe Agora bzw. über dieselbe Gemeinschaftsseite mit abzubilden, anzubieten und zu verrechnen.
Dadurch kann langfristig eine gemeinsame Oberfläche entstehen, über die:
Gerade für größere Strukturen ist diese Perspektive besonders interessant, weil sie organisatorische Doppelstrukturen reduzieren und die Verbindung zwischen eigener Landwirtschaft und ergänzender Versorgung deutlich vereinfachen kann.
Größere SoLaWis können über die reine Nutzung hinaus eine aktive Rolle übernehmen:
Dadurch werden sie nicht nur Teil des Netzwerks, sondern gestalten es aktiv mit.
Für eine stabile Integration braucht es:
Je größer die Struktur ist, desto wichtiger ist es, dass die Einbindung nicht nebenbei geschieht, sondern bewusst gestaltet wird.
Für größere SoLaWis kann TEIKEI Teil einer langfristigen Entwicklung werden:
Damit entsteht nicht nur eine zusätzliche Bestellmöglichkeit, sondern ein erweitertes Versorgungssystem, das verschiedene Ebenen miteinander verbinden kann.
Eine Integration sollte nur erfolgen, wenn:
Zu schnelle oder unklare Integration kann bestehende Systeme überfordern.
Auch die spätere gemeinsame Abbildung über dieselbe Agora-Struktur sollte nicht zu unnötiger Komplexität führen, sondern die vorhandenen Prozesse vereinfachen und stärken.
Dieses Modell zeigt, wie größere gemeinschaftlich organisierte Landwirtschaftsstrukturen Teil eines erweiterten Netzwerks werden können. TEIKEI wird hier zu einem Baustein innerhalb einer komplexeren Versorgungsarchitektur, die regional und europa-regional zusammen gedacht wird.
Langfristig kann daraus eine gemeinsame organisatorische Struktur entstehen, in der sowohl die eigenen Ernteanteile der SoLaWi oder Genossenschaft als auch ergänzende Produkte über dieselbe Agora bzw. Gemeinschaftsseite sichtbar, bestellbar und verrechenbar werden.