Einstieg und Überblick › Glossar für die Vernetzungssprache · 3 Min. Lesezeit
In einer globalisierten Wirtschaft verlaufen klassische Wertschöpfungsketten oft undurchsichtig: Produzent:innen stehen am Anfang, Konsument:innen am Ende – dazwischen liegen Preisgestaltung, Zwischenhandel und Logistik, die oft losgelöst von den Bedürfnissen der Menschen agieren.
Wir bei TEIKEI setzen diesem linearen Modell eine gemeinschaftsgetragene Alternative entgegen. Durch eine rekursive Netzwerkökonomie entsteht eine Wertschöpfungskette, die nicht auf Gewinnmaximierung basiert, sondern auf Transparenz, Verantwortung und Regeneration.
In klassischen Märkten verlaufen Warenfluss, Informationsfluss und Geldfluss synchron und voneinander abhängig. Bei TEIKEI entkoppeln wir diese drei Ströme – so vermeiden wir Abhängigkeiten und stärken die Resilienz:
Diese Entkopplung schafft neue Räume für Teilhabe und erlaubt es, die Prozesse so zu gestalten, dass sie den Bedürfnissen der Menschen dienen – nicht umgekehrt.
Statt „Produktion → Logistik → Verkauf“ beschreiben wir unsere Wertschöpfung in drei übergreifenden Ebenen:
Die Grundlage jeder Wertschöpfung bei TEIKEI ist das Verantwortungsbewusstsein der Gemeinschaft. Wir entscheiden gemeinsam, oft aus lokalem Wissen, persönlicher Beziehung und Vertrauen heraus. Damit es gelingt, braucht es Mitglieder, Organisator:innen und Botschafter:innen – nicht als Konsument:innen, sondern als Mitgestaltende.
Jede:r im Netzwerk kennt die Herkunft der Produkte, die beteiligten Betriebe und die Herausforderungen der Produktion. Preise, Margen und Abläufe sind offen zugänglich. So verstehen alle besser, was Landwirtschaft, Transport, Lagerhaltung und Verteilung bedeuten – und können gemeinsam entscheiden, auf Basis echter Informationen.
Die Strukturen bei TEIKEI sind modular und vernetzbar. Es gibt keine zentrale Kontrolle, sondern viele dezentrale Knotenpunkte (Gemeinschaften, Logistikpartner, Produzent:innen), die in Resonanz miteinander stehen. Diese rekursive Struktur macht TEIKEI unabhängig von linearen Lieferketten – selbst wenn ein Teil ausfällt, kann das Netzwerk weiter agieren.
Die Wertschöpfung beginnt nicht erst auf dem Hof. Sie beginnt bei Saatgut und Züchtung: bei den Sorten, Rassen und Kulturen, mit denen Höfe und Betriebe arbeiten. Deshalb beginnen wir im TEIKEI Netzwerk die Beschreibung der Verantwortungskette dort.
Das Schaubild «Vom Saatgut bis zum Teller» auf der Seite 00 - Saatgut und Züchtung zeigt Warenfluss, Geldfluss und Informationsfluss über alle Stufen.
Wir bei TEIKEI sehen Wertschöpfung nicht als ökonomischen Akt, sondern als gemeinschaftlichen Prozess – getragen von Vertrauen, Kooperation und Transparenz. Die Entkopplung von Waren-, Informations- und Geldflüssen ist kein technisches Detail – sondern eine bewusst gewählte Struktur, die neue Formen des Wirtschaftens ermöglicht.
Wenn Du tiefer eintauchen willst in das TEIKEI-Prinzip der rekursiven Netzwerkökonomie oder erfahren möchtest, wie Du Dich selbst einbringen kannst, findest Du unter TEIKEI-Gemeinschaften und TEIKEI-Organisator:innen weitere Informationen.
← Buchstabe W · Alle Begriffe A–Z
Vom Redaktionsteam TEIKEI, mit Unterstützung von KI (ChatGPT)
Erstellt am 31. März 2025 · Zuletzt aktualisiert am 11. Oktober 2026
Fragen oder Hinweise? support@teikei.us