Zeitebene: So war es – die LGB bestand von 2012 bis 2018. Aus ihr ist TEIKEI hervorgegangen.
Kurz gesagt: Die Lebensmittel Gemeinschaft Basel war ein Verein, der sich als FoodCoop organisierte. Rund hundert, zur Hochzeit etwa 160 Mitglieder versorgten sich gemeinsam mit regionalen Bio- und Demeter-Lebensmitteln, trugen eine Solawi mit und verrechneten ihre eigene Arbeit in einer eigenen Einheit, den LGB.
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| Ort |
Basel, Schweiz |
| Zeitraum |
2012 bis 2018, das Projekt ist beendet |
| Rechtsform |
Verein |
| Organisation |
FoodCoop mit Mitgliedsbeiträgen, Produktverantwortlichen und wöchentlichem Abholtag |
| Mitglieder |
meist rund 100, zur Hochzeit etwa 160 |
| Raum |
günstiger Raum der Stadt Basel mit Lager, Küche und Ausgabe |
| Umkreis |
Produkte aus der Region, höchstens 60 bis 100 Kilometer |
| Abrechnung |
vorausbezahltes Konto in Schweizer Franken und eigene Einheit «LGB» |
- Gemeinsam bestellt: Alle Mitglieder bestellten in einem gemeinsamen Werkzeug bis zu einem festen Stichtag. Dann wurden die Mengen zusammengeführt: Lagerfähiges kam aus dem Lager, Frisches wurde bei den Höfen bestellt.
- Einmal pro Woche abgeholt: Die Höfe brachten ihre Produkte vor dem Abholtag in den Raum. Die Mitglieder wogen sich ihre Mengen selbst ab, nahmen Dinge aus dem Regal dazu und bestätigten im Werkzeug.
- Grundkosten gemeinsam getragen: Aus den Mitgliedsbeiträgen wurden die Raummiete und die Grundkosten einer Solawi bezahlt, die die Gemeinschaft mit aufgebaut hat.
- Zwei Konten geführt: Externe Kosten wie der volle Hofpreis wurden in Franken bezahlt. Die Marge für Raum und Organisation – die Gemeinschaft rechnete mit 20 Prozent – konnte in LGB bezahlt werden. LGB bekam, wer Abholungen organisierte, Produkte bei den Höfen besorgte oder das Lager aufräumte.
- Selbst hergestellt: Mitglieder konnten in der Küche des Raums Produkte veredeln, etwa Brot backen, und über das Werkzeug als Vorbestellung anbieten.
- Über die Region hinaus geschaut: Mit Olivenöl aus Griechenland kam das erste Produkt dazu, das nicht aus der Region stammte – nach demselben Prinzip.
- Mitglieder – trugen die Gemeinschaft mit Beiträgen, Bestellungen und Mitarbeit.
- Produktverantwortliche – hielten den Kontakt zu den Höfen und stellten das Angebot zusammen.
- Höfe und Produzent:innen aus der Region – machten das Angebot und lieferten zum Abholtag.
- Eine Solawi – wurde mit aufgebaut, ihre Grundkosten trug die Gemeinschaft über die Mitgliedsbeiträge.
- Stadt Basel – stellte den Raum günstig zur Verfügung.
- Urban Agriculture Basel (extern) – das Netzwerk für urbane Landwirtschaft in Basel, in dessen Umfeld die LGB entstand und das sie bis heute als Projekt führt.
- Umfeld der Sozialen Ökonomie Basel – regionale Wirtschaftskreisläufe und komplementäre Währungen wie der NetzBon waren ein naher Bezugspunkt.
Offen: Die Namen der beteiligten Höfe und der Solawi sowie das genaue Gründungsdatum fehlen noch. Bitte ergänzen, wer sie kennt.
Das Leitbild der LGB legte Kriterien für die Produkte fest, die an mögliche Produzent:innen weitergegeben wurden:
- mindestens nach Bio-Suisse-Richtlinien produziert, ein Label war nicht nötig; biodynamische Landwirtschaft und Permakultur entsprachen dem Verständnis der Gemeinschaft,
- saisonal und regional, keine Flugtransporte,
- möglichst direkter Handel mit den Produzent:innen statt Zwischen- und Grosshandel,
- faire, menschenwürdige Bedingungen für die Mitarbeitenden der Höfe,
- vegane Produkte gezielt gefördert, tierische Produkte «massvoll» und «bewusst»,
- so wenig Verpackung wie möglich.
Vertrauen ersetzte die Kontrolle: «Da eine Kontrolle nach wissenschaftlichen Kriterien für uns schwer möglich ist, schaffen wir Beziehung und damit Vertrauen zu unseren ProduzentInnen.»
Für Produkte wie Olivenöl brauchte es Zwischenhandel. Das Leitbild sah dafür vor, mit Organisationen zusammenzuarbeiten, die denselben Werten entsprechen. Die Grosshändler gaben aber die Informationen nicht heraus, die die Gemeinschaft nach ihren Werten brauchte – Herkunft, Arbeitsbedingungen und wer wie viel vom Preis bekommt.
Darum hat TEIKEI auf der LGB aufgebaut und diese Verantwortung selbst übernommen: mit direkten Beziehungen zu Höfen in Europa und offenen Preisanteilen. Heute werden die Bestellungen der Gemeinschaften über die TEIKEI Agora koordiniert.
↑ Eine Ebene höher: Schweiz
Zusammengestellt von der TEIKEI-Redaktion mit Unterstützung von KI (Claude)
Erstellt am 24. Oktober 2026 · Zuletzt aktualisiert am 24. Oktober 2026
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