Kooperationsangebote sind Angebote von Höfen, SoLaWis, Foodcoops, Handwerksbetrieben oder weiteren Projekten, die über den TEIKEI Marktplatz sichtbar gemacht und gemeinschaftlich zugänglich werden können.
Dabei geht es nicht nur um eine technische Abbildung von Produkten. Entscheidend ist, dass jedes Projekt mit seiner eigenen Logik, seinem Einstieg und seiner Beziehung zu den Mitgliedern erkennbar bleibt.
Der Marktplatz soll nicht ersetzen, was vor Ort bereits besteht. Er soll sichtbar machen, wie verschiedene Projekte zusammenwirken können.
Viele regionale Projekte haben bereits eigene Mitglieder, eigene Abholorte, eigene Beitragsmodelle und eigene Formen der Versorgung.
Gleichzeitig gibt es Angebote, die für andere Gemeinschaften interessant sein können:
Diese Angebote sollen im Marktplatz so dargestellt werden, dass Produzent:innen, Mitglieder und Organisator:innen verstehen:
Kooperationsangebote sind keine gewöhnlichen Einmalbestellungen.
Auch wenn ein Angebot nur saisonal oder mengenbegrenzt verfügbar ist, bleibt die Grundlogik wichtig:
Es handelt sich um gemeinschaftlich getragene Ernteanteile oder Beteiligungsformen, nicht um anonyme Warenkäufe.
Ein Beispiel:
Wenn ein Hof Kirschen anbietet, dann ist das nicht einfach eine Verkaufsaktion. Es kann ein begrenzter Kirsch-Ernteanteil sein, der nur in der Menge verfügbar ist, die in einem normalen Erntejahr sinnvoll eingeplant werden kann.
So bleibt die Verbindung zur Landwirtschaft erhalten. Die Menge wird nicht künstlich ausgedehnt. Die Verfügbarkeit folgt dem, was der Hof tragen kann.
Für Produzent:innen entsteht ein konkreter Mehrwert, wenn sie im Marktplatz sichtbar werden:
Wichtig ist dabei, dass der direkte Bezug zum Hof nicht verloren geht.
Der Marktplatz darf nicht zwischen Hof und Mitglied treten. Er soll die Beziehung stärken, nicht verdecken.
Jedes Kooperationsprojekt braucht einen klar definierten Einstieg.
Das kann sein:
Ohne diesen Einstieg bleibt unklar, wer wofür verantwortlich ist.
Darum sollte jedes Projekt zuerst beantworten:
Es gibt zwei grundsätzliche Wege:
Ein Mitglied entdeckt ein Projekt über den Marktplatz und wird dann auf den Einstieg beim Hof geführt.
Dort kann zum Beispiel eine Mitgliedschaft oder ein Ernteanteil abgeschlossen werden.
Ein bestehendes Hofmitglied bekommt Zugang zu ergänzenden Angeboten, die über den TEIKEI Marktplatz organisiert werden.
Das können zum Beispiel europa-regionale Ernteanteile, regionale Kooperationsprodukte oder Produkte anderer Projekte sein.
Besonders wichtig ist die klare Abgrenzung zwischen:
Es darf nicht unklar werden, was zum Hof gehört und was über den Marktplatz ergänzt wird.
Ebenso darf der Marktplatz keine Konkurrenz zu bestehenden Hofangeboten erzeugen. Wenn ein Hof ein bestimmtes Produkt selbst anbietet, sollte dieses Produkt nicht parallel als günstigeres Fremdangebot in derselben Gemeinschaft auftauchen.
Ziel der Kooperationsangebote ist eine Struktur, in der regionale Vielfalt sichtbar wird, ohne die Eigenständigkeit der einzelnen Projekte aufzulösen.
Der Marktplatz soll helfen, Angebote zu verbinden, Einstiegshürden verständlich zu machen und gemeinschaftlich getragene Versorgung praktisch aufzubauen.