Kraft bezeichnet die innere Fähigkeit eines Menschen oder einer Gemeinschaft, wirksam zu handeln, Verantwortung zu übernehmen und Veränderungen zu gestalten.
Im Unterschied zu Macht setzt Kraft nicht voraus, andere Menschen zu beherrschen oder über sie verfügen zu können.
Kraft gehört zu den zentralen Qualitäten einer kooperativen Wirtschaft.
Aus Sicht von TEIKEI entsteht nachhaltiger Wandel nicht durch Herrschaft oder Kontrolle, sondern dadurch, dass Menschen ihre eigene Kraft entfalten und diese freiwillig in den Dienst einer gemeinsamen Aufgabe stellen.
Menschen sprechen häufig davon, mächtig sein zu wollen.
Seltener sprechen sie davon, kraftvoll zu sein.
Dabei beschreiben beide Begriffe unterschiedliche Formen menschlicher Wirksamkeit.
Macht richtet ihren Blick häufig nach außen.
Sie fragt:
Wie kann ich Einfluss nehmen?
Kraft richtet ihren Blick zunächst nach innen.
Sie fragt:
Wie kann ich Verantwortung übernehmen?
Kraft entsteht nicht durch Besitz, Hierarchie oder Kontrolle.
Sie entsteht durch Erfahrung, Vertrauen, Beziehung, Integrität und die Bereitschaft, Verantwortung zu tragen.
Deshalb kann ein Mensch sehr kraftvoll sein, ohne über andere Menschen Macht auszuüben.
Ebenso kann jemand große Macht besitzen und gleichzeitig innerlich wenig Kraft haben.
Aus Sicht von TEIKEI entstehen viele gesellschaftliche Probleme dort, wo Macht an die Stelle von Kraft tritt.
Wer seine Kraft kennt, muss andere Menschen nicht beherrschen.
Wer seine Kraft lebt, muss andere nicht klein machen.
Wer seine Kraft entwickelt, kann Verantwortung übernehmen, ohne Kontrolle ausüben zu müssen.
Kooperative Wirtschaft lebt deshalb von der Kraft vieler Menschen.
Nicht wenige Mächtige organisieren das Ganze.
Viele kraftvolle Menschen übernehmen Verantwortung füreinander.
Darin liegt ein grundlegender Unterschied zwischen einer herrschaftsorientierten und einer kooperativen Organisationsform.
Entsteht meine Wirksamkeit aus Kontrolle über andere oder aus der Kraft, Verantwortung zu übernehmen?
„Wir verändern die Welt nicht dadurch, dass wir gegen das bestehende System kämpfen. Wir verändern sie dadurch, dass wir im Alltag jene Qualitäten leben, aus denen das System entstehen soll, das wir uns wünschen.“