Einstieg und Überblick › Glossar für die Vernetzungssprache · 2 Min. Lesezeit
Macht bezeichnet die Fähigkeit, auf Menschen, Entscheidungen oder gesellschaftliche Entwicklungen Einfluss zu nehmen.
Macht ist zunächst weder gut noch schlecht. Wie sie wirkt, hängt davon ab, wie sie entsteht, wofür sie eingesetzt wird und ob sie gemeinschaftlich kontrolliert oder dauerhaft konzentriert wird.
Wir bei TEIKEI verstehen Macht nicht grundsätzlich als etwas Negatives.
Jede Gestaltung braucht die Möglichkeit, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen.
Entscheidend ist aber diese Frage:
Entsteht Einfluss durch Herrschaft und Kontrolle oder durch Vertrauen, Kompetenz und freiwillige Zusammenarbeit?
Aus dieser Frage ergibt sich die Unterscheidung zwischen Macht und Kraft.
Macht begleitet nahezu jede Form menschlichen Zusammenlebens.
Eltern besitzen Macht gegenüber ihren Kindern.
Lehrpersonen besitzen Macht durch Wissen.
Unternehmen besitzen wirtschaftliche Macht.
Staaten besitzen politische Macht.
Auch Geld kann Macht verleihen.
Macht selbst ist deshalb kein Problem.
Sie wird dann problematisch, wenn sie sich von Verantwortung löst und überwiegend dem Erhalt ihrer eigenen Stellung dient.
Je stärker Macht konzentriert wird, desto größer wird häufig auch die Angst, sie wieder zu verlieren.
Aus dieser Angst entstehen nicht selten Kontrolle, Konkurrenz und Misstrauen.
Für uns geht es deshalb nicht darum, Macht einfach abzuschaffen.
Andere Qualitäten sollen sie zunehmend ergänzen oder ersetzen.
Dazu gehören Verantwortung, Transparenz, Vertrauen, Kooperation und Fürsorge.
So verändert sich, wie Entscheidungen entstehen.
Sie beruhen weniger auf Zwang und immer stärker auf Beziehung.
Deshalb unterscheiden wir bei TEIKEI bewusst zwischen Macht und Kraft.
Macht kann anderen auferlegt werden.
Kraft entsteht von innen.
Macht kann Gehorsam erzeugen.
Kraft lädt zur Mitwirkung ein.
Macht kann Menschen voneinander trennen.
Kraft verbindet Menschen durch gemeinsame Verantwortung.
Kooperative Wirtschaft bedeutet deshalb nicht Machtlosigkeit.
Sie bedeutet vielmehr, dass die Fähigkeit zur Gestaltung immer stärker aus gemeinsamer Verantwortung statt aus Herrschaft entsteht.
„Wir verändern die Welt nicht dadurch, dass wir gegen das bestehende System kämpfen. Wir verändern sie dadurch, dass wir im Alltag jene Qualitäten leben, aus denen das System entstehen soll, das wir uns wünschen.“
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Vom Redaktionsteam TEIKEI, mit Unterstützung von KI (ChatGPT)
Erstellt am 27. Juni 2026 · Zuletzt aktualisiert am 10. Oktober 2026
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