Fürsorge wird häufig als persönliche Eigenschaft verstanden.
Sie gilt als etwas, das in Familien, Freundschaften oder sozialen Berufen eine Rolle spielt.
Organisationen dagegen werden oft mit Begriffen wie Effizienz, Kontrolle, Wettbewerb oder Management verbunden.
TEIKEI stellt eine andere Frage:
Was verändert sich, wenn Fürsorge selbst zu einem Organisationsprinzip wird?
Fürsorge bedeutet nicht, Konflikten aus dem Weg zu gehen.
Sie bedeutet auch nicht, dass jede Entscheidung allen gefallen muss.
Fürsorge beschreibt vielmehr eine Haltung.
Sie fragt:
Damit verändert sich der Ausgangspunkt wirtschaftlicher Entscheidungen.
Organisationen bestehen nicht zuerst aus Organigrammen.
Sie bestehen aus Menschen.
Aus Beziehungen.
Aus Vertrauen.
Aus gemeinsam getragener Verantwortung.
Je stärker diese Beziehungen werden, desto weniger muss Zusammenarbeit ausschließlich über Kontrolle organisiert werden.
Fürsorge ersetzt deshalb Organisation nicht.
Sie verändert ihre Grundlage.
Wenn Fürsorge zum Organisationsprinzip wird, verändern sich viele Fragen.
Nicht mehr nur:
„Was ist am effizientesten?“
Sondern auch:
Dadurch entstehen häufig andere Lösungen als in einer Organisation, die ausschließlich nach Effizienz oder Gewinnmaximierung entscheidet.
Fürsorge bedeutet nicht, Verantwortung zu vermeiden.
Im Gegenteil.
Sie verlangt oft mehr Verantwortung.
Menschen müssen bereit sein,
Fürsorge macht Entscheidungen deshalb nicht einfacher.
Sie macht sie umfassender.
Manchmal wird Fürsorge mit Nachgiebigkeit verwechselt.
Doch Fürsorge braucht Klarheit.
Sie braucht Grenzen.
Sie braucht Entscheidungen.
Auch eine fürsorgliche Organisation muss Nein sagen können.
Der Unterschied liegt nicht darin, ob Entscheidungen getroffen werden.
Sondern wie.
Nicht Herrschaft bildet den Ausgangspunkt.
Sondern die Verantwortung für das gemeinsame Ganze.
Aus Sicht von TEIKEI ist Fürsorge kein zusätzlicher Wert neben der Wirtschaft.
Sie ist eine ihrer Grundlagen.
Denn Wirtschaft dient letztlich der Versorgung des Lebens.
Wenn wirtschaftliche Entscheidungen dauerhaft Beziehungen zerstören, Menschen erschöpfen oder Lebensgrundlagen verbrauchen, gerät dieser Zweck aus dem Blick.
Fürsorge erinnert daran, dass wirtschaftlicher Erfolg niemals losgelöst von den Menschen, der Natur und zukünftigen Generationen betrachtet werden kann.
Wie würden wir unsere Organisation gestalten, wenn Fürsorge und nicht Herrschaft der Ausgangspunkt wirtschaftlicher Entscheidungen wäre?
„Fürsorge ersetzt Führung nicht. Sie verändert den Grund, aus dem geführt wird. Nicht Herrschaft steht im Mittelpunkt, sondern die Verantwortung für das gemeinsame Leben.“